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Acid Drinkers "Verses of Steel"

Acid Drinkers - Verses of Steel - CD-Cover

16.5.2009
Mit „Verses of Steel“ legen die polnischen Veteranen „Acid Drinkers“ bereits ihr dreizehntes (!) Studioalbum vor, dass im Heimatland allerdings bereits 2008 erschienen ist. Wie so vielen osteuropäischen Bands ist es auch den Säureschlürfern nicht gelungen, im „Westen“ einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie zuhause zu erlangen. Unter den Fittichen von Regain Records sollte es doch allerdings auch mal möglich sein, eine der „großen“ Bands unseres Nachbarlands dem ignoranten Resteuropa zugänglich zu machen (Mal abgesehen von Vader oder Behemoth, die ja auch bei uns jeder kennt). Ein Ohr sind die Jungs allemal wert. Ein wahrhaft eingespieltes Team ist hier am Start, sind doch Schlagzeug, Gesang, Bass und der erste Gitarrenposten in der Band seit etwa 1990 konstant. Das will mal was heißen.
Musikalisch haben sich die Acid Drinkers jedoch stetig weiterentwickelt; so rückten im Zeitverlauf die Fun-Elemente mehr und mehr in den Hintergrund und machten härterem Riffing der modernen Thrash Schule Platz, wie auch Slayer oder Overkill in den Neunzigern sich neueren Einflüssen öffneten.
Die Acid Drinkers bieten auf ihrem jüngsten Output eine krude Mischung aus klassischen Metal-Melodien, Hardcore und Nu-Metal Einflüssen.
Ich kann dieser Zusammenstellung leider nur recht wenig abgewinnen, hier liegt man für meinen Geschmack einfach zu nahe an Mainstream-Acts wie Disturbed (passagenweise) oder System of a Down. Wer Ektomorf und ähnlich gepolten Bands etwas abgewinnen kann, liegt allerdings auch bei den Acid Drinkers sicher nicht falsch. Eingefleischte Banger sollten sich allerdings von der meiner meinung nach unpassenden Kategorisierung „Thrash Metal“ nicht blenden lassen, die von Label gezogenen Vergleiche mit Kreator, D.R.I. oder Sepultura sind nur sehr bedingt nachvollziehbar.
Experimentierfreudig, abwechslungsreich, gut produziert und arschtight kommen die Songs allemal rüber, aus dieser Richtung steht der Band und dem Produktionsteam auf jeden Fall ein dickes Lob zu.
Die Scheibe weist ein Spielzeit von 52 Minuten auf; 45 hätten aber ausgereicht. Einem Song wie „Blues Beatdown“ hätte eine Kürzung um ein, zwei Minuten und die damit einhergehende Reduzierung aufs Wesentliche durchaus gut getan.
Ein ordentliches Album, aber kein absoluter Überflieger.

Tracklist

1. Fuel Of My Soul
2. In A Black Sail Wrapped
3. Swallow The Needle
4. The Ark
5. Meltdown Of Sanctity
6. We Died Before We Start To Live
7. Red Shinig Fur
8. The Rest That I Feed
9. Silver Meat Machine
10. Boneless
11. Blues Beatdown
Punkte: 7/10 Ruupü/V.U. Label: Regain Records CD suchen bei

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