Ajattara "Kalmanto"
4.11.2007
Der mittlerweile 5. Output der Finnen Ajattara wird uns hier beschert und Sänger Pasi Koskinen, ehemals Frontnase bei Amorphis zeigt auf „Kalmanto“ erneut seine düstere & dunkele Seite eindrucksvoll auf: Es ist sehr schwierig, Ajattara in irgendeine Schublade zu stecken, denn sehr eigenwillig sowie Zweifels ohne erhaben ist der Sound der Finnen und man geht auch auf dem neuesten Machwerk wie bisher gewohnt sehr professionell vor und gestaltet das Songmaterial in altbewährter Manier.......
Die Gitarren sind ultratief gestimmt und sind ganz klar das dominierende Merkmal auf „Kalmanto“. Im Gegensatz zu früheren Amorphis Zeiten zeigt Pasi Koskinen hier, dass er neben dem clearen Gesangsstil auch tiefe growls & screams ebenso gut beherrscht und seine Vocals bilden so in Einheit mit dem Rest der Band den Abschluss der insgesamt gesehen gut arrangierten Kompositionen. Der einzige negative Aspekt ist die über weite Strecken des Longplayers fehlende Abwechslung, die ich in diesem Falle nur dem neuen Schlagzeuger Tonmi Lillman attestieren kann. Der ehemalige To/Die/For Drummer bringt mit seinem frischen & äußerst variablen Spiel frischen Wind in die Songs. Leider ist es so, dass fast alle Variabilität von den Drums ausgeht, auch das Gitarrenspiel durch die enorm tieferen Tunes zwar sehr druckvoll aber dennoch völlig einseitig, ja fast schon Ideenlos den Weg in die Gehörgänge der Fans sucht. Für den Anspruch auf eine führende Rolle im Death / Black Metal Genre ist das wohl etwas zu wenig und man muss dann wohl auf Longplayer Nr. 6 die Konzentration auf eindeutig mehr Abwechslung legen – ganz klare Sache, dass die Finnen genau dort ansetzen müssen !!
Auch im lyrischen Konzept ist man sich treu geblieben und die Texte sind alle ausnahmslos in finnischer Sprache verfasst.
„Kalmanto“ verbreitet eine schaurige, kalte Atmosphäre und wird keinen bisherigen Fan von Ajattara enttäuschen und es bleibt zu hoffen, dass sich die Band ihrer treuen Fangemeinde in Kürze auch live präsentiert.
„Kalmanto“ ist ein gutes & typisches Ajattara Album geworden von dem ich persönlich etwas mehr erwartet habe, dennoch können hier alle Fans düsterer Klänge bedenkenlos zugreifen !!!
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