Angantyr / Nasheim " "
6.9.2007
Eine Split CD ist sicherlich eine nette Idee und für viele Fans durchaus interessant, aber zwischen Angantyr aus Dänemark und Nasheim aus Schweden liegt in diesem Falle wirklich ein riesiger Niveauunterschied.
Beginnen wir mit den drei Songs von Angantyr:
„Arngrims Hævn“ beginnt recht zügig und ist angenehm melodiös. Nach gut vier Minuten wird es schlagartig langsamer und ich bin beim ersten Hören kurz davor auf die Anzeige vom Player zu schauen, ob ich schon beim nächsten Song angekommen bin. Zwei Minuten später geht es wieder weiter wie zu Beginn, nur um die letzten 15 Sekunden noch mal den Mittelteil aufzugreifen.
Nummer 2 ist „Edsvoren“. Auch hier wechseln sich wieder zwei verschiedene Teile ab: Einmal der recht langsame, im positiven Sinne, einlullende, simple Part mit einem stoisch den Takt angebenden Drums und einer melodiösen und recht angenehm zu hörenden Gitarre. Zum anderen der Part, in dem dann diverse Rhythmusfiguren vorkommen.
Der letzte Song von Angantyr auf der CD, „I Der Knæler I Ynk“, wurde 2005 in Kopenhagen live aufgenommen. Ich bin des Dänischen nicht mächtig und kenne den Song sonst auch nicht, aber ob die ersten 30 Sekunden Ansage oder schon Song sind, ist wohl auch eher irrelevant. Die Qualität ist nicht schlecht, die Drums klingen in meinen Ohren allerdings unangenehm. Für mich hätte es nicht unbedingt die Live-Version sein müssen.
Ynleborgaz, der alleine hinter Angantyr steckt, hat hier drei wirklich gute Songs produziert, die, obwohl es sich oben evtl. so anhört, nicht langweilen. Besonders „Edsvoren“ hat es mir angetan.
Nun zum unangenehmen Teil:
Von Nasheim, hinter denen sich die zwei Herren E und M verstecken (beim Cover durfte auch H helfen...), gibt es einen Song auf der CD. Und der ist knapp über 25 Minuten lang, wovon die ersten 12 Minuten schon mal zum weglaufen sind. Es beginnt mit einem eigentlich ganz netten, aber langweiligem Intro und danach geht das Grauen los: ein Schrei, man gibt Gas, nimmt das Gas wieder weg, packt zeitweise eine programmierte Double Bass dazu (schrecklich!) und spieltechnisch gesehen ist es knapp über Anfängerniveau. Nach besagten 12 Minuten kommen dann für gut eine Minute Vocals, dann ein Zwischenteil, der hin und wieder eine doch ganz gelungene Melodie aufweist, wieder Vocals und dann gibt es auch noch einen Background Choir, der eine Zeit lang „haaaa“ singt. Drei Minuten vor Schluss hat M am Bass seinen Auftritt. Diese letzten drei Minuten sind auch die gelungenstem vom Song. Es wird noch mal extrem melodisch und harmonisch (gelungen muss nicht harmonisch und melodisch sein, ist es aber eben in diesem Falle).
Die Vocals zwischendurch waren eine nette Abwechslung, aber (ich kann übrigens auch kein schwedisch ;)) bevor weitere „verbale Entgleisungen“, ähnlich denen, die in Moment auf der offiziellen Homepage zu lesen sind... da macht recherchieren Spaß..., kommen, vielleicht ganz gut, dass es nur so wenige waren...
Bei den Punkten habe ich jetzt ein ernsthaftes Problem. Angantyr würde ich gerne 9 Punkte geben, Nasheim 3-4, macht in der Mitte 6,5. Allerdings ist die Scheibe schon alleine wegen Angantyr wirklich lohnenswert! Hm, also trotz 6,5 Punkte kaufen und dann bei Nichtgefallen einfach Song 4 skippen ;)
weitere CD-Reviews »»
