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Apocryphal Voice "Stilltrapped"

Apocryphal Voice - Stilltrapped - CD-Cover

12.3.2007
Apocryphal Voice kommen aus dem Land der tausend Seen und stellen sich mir gegenüber heute zum allerersten Mal vor, liegt doch die Geburtsstunde der Band schon ein paar Jahre zurück...
1999 gründete ein mit der gesamten Welt auf Kriegsfuß stehender und frustrierter junger Musiker, namens Juhani Jokisalo die Band Apocryphal Voice und er projezierte seine ganze Unzufriedenheit sowie seinen ganzen Frust in die Kompositionen und die Lyrics der Band.
Und diese Missmutigkeit spiegelt sich in langsamen, im Mid-Tempo gehalten Songs wieder, die keinesfalls durch spielerische Raffinesse glänzen, sondern schlicht und grob ja fast schon Ideenlos den Großangriff auf die Gehörgänge blasen.
Schon der Opener „Trapped Under The Iron Sky“ ist an „Abwechslung“ kaum zu überbieten, sind es doch gerade mal 2 Riffs, die in Begleitung der Drums, die auf „Stilltrapped“ klingen wie alte ausgelaugte Teppichklopfer, große Langweile erzeugen. Als finalen Todesstoß bekommt der Zuhörer mit der Stimme vom frustrierten Juhani noch richtig eins vor die Breitseite gehauen: Der gute Mr. Jokisalo versucht mit halbwegs cleanen Vocals auszukommen, die gelegentlich in aggressivere Gefilde abdriften.... keine schlechte Idee, nur müsste man dazu noch singen können, zumindest hätte sich Juhani Jokisalo darüber im klaren sein müssen, dass das was er auf die Leute loslässt, auch zumindest den Ansprüchen der Zuhörer gerecht werden sollte, denn niemand inverstiert sehr schwer verdiente Kohle in eine solch belanglose Interpretation von Musik. „Can You Feel The Presence Of Death“ ist das erste Stück auf „Stilltrapped“ in dem sich die Band songwriterisch etwas Mühe gibt und man kann trotz der Eintönigkeit ( Schlagzeuger Ville Salonen ist noch langsamer als eine Zeitlupe bei RTL...) hier wenigstens mit etwas Struktur und Arrangements aufwarten. Oder sollte der Songtitel etwa eine Anspielung auf den bisherigen Verlauf von „Stilltrapped“ gewesen sein....vielleicht wird nun alles besser? Von wegen...das nächste Stück trifft den Nagel auf den Kopf, trägt es doch den passenden Titel „Lazy“ oder hätten es die Finnen zum besseren Verständnis lieber „Uncapability“ nennen sollen?
Also das hier ist ein reines Experimentieren ohne einen wirklichen musikalischen Hintergrund geschweige denn eines Zieles, weiter nix.
Dabei hatte die Band nach ihrer Gründung 3 Jahre lang verschiedenste Projekte zum experimentieren genutzt und man hätte sich „Stilltrapped“ auch sparen können. Aber man wollte ja der doch so schlechten und kommerziellen Welt noch mal richtig einen verpassen und dieses Ziel dürfte man mit „Stilltrapped“ zumindest dahingehend erreicht haben, dass in Zukunft viele Leute um Apocryphal Voice einen großen Bogen machen werden !!

Tracklist

1. Trapped Under The Iron Sky
2. Lifeless
3. Incognito
4. Forgotten
5. Sideshow
6. Dance Of The Phantoms
7. Can You Feel The Presence Of Death
8. Lazy
9. March Towards Hell
10. Dry Sound Of Rusty Nothingness
11. Burden
Punkte: 2,5/10 Hanzi/V.U. Anspieltipps: ****
Label: Appease Me / Candlelight CD suchen bei

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