Carnal Forge "Testify for My Victims"
22.5.2007
Carnal Forge aus Schweden führen mit ihrem neuen Album ihren eingeschlagenen Weg fort, und präsentieren sich in bester Spiellaune und auf einem hohen energetischen Level.
Hauptsächlich bewegen sich „Carnal Forge“ auf thrashigen Melodic Death-Pfaden, mit diversen Versatzstücken aus Hard-und Metalcore, sowie derbstem, reinrassigem Thrash. Die Instrumentfraktion ballert sich durch gelungene Kompositionen voller musikalischer Energie und der 2004 ins Boot gekommene Sänger Jens C. Mortensen quält sein Organ derartig, dass der Zeiger im roten Bereich festhängt. Melodische Kabinettstückchen, wie „Burning Eden“ oder Metalcore-Groover wie „Numb“ oder „End Game“ sowie moderne Thrasher der Marke „Questions Pertaining the Ownership of Mind“ geben sich die Klinke in die Hand. Doch auch ruhige Momente tauchen auf „Testify for my Victims“ auf. Zum Beispiel das abschließende „Ante Mori“ oder der, das Tempo zwischendurch anziehende, Song „No longer Bleeding“. Für Abwechslung ist also gesorgt. Auch durch die technisch einwandfreien Soli macht sich die Klasse von Carnal Forge bemerkbar. Was sich aber während der gesamten Spielzeit nicht durchsetzen will, sind die zwingenden Melodien, die so typisch für die Göteborg-Schule sind. Zwar gibt es melodisches in Hülle und Fülle, aber nichts hängt sich dauerhaft im Großhirn fest. Schade eigentlich, denn hätten die Schweden aus ihrem Können noch ein paar Widerhakenmomente gezaubert, wäre „Testify for my Victims“ ne Knallerscheibe geworden. Aber zur ersten Liga des Genres gehören sie auch so.
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