After Dark "After Dark"
7.2.2006
After Dark, sechs Jungs aus Unterfranken, legen mit ihrem bereits 2002 erschienenen Debüt eine nettes Düstermetal Album vor, dass sich stilistisch nur ganz schwer einordnen lässt. Von Song zu Song wechselt man spielend zwischen den einzelnen Schubladen, sauberes Gitarrenriffing wechselt sich mal mit Keyboardklängen und deutschen Vocals, mal mit gegrowlten Parts in englischer Sprache ab. Sehr abwechslungsreich, das Ganze.
Dementsprechend schwer tue ich mir auch mit der Beurteilung dieser Scheibe, da teilweise Sachen dabei sind, die mir stilistisch einfach mehr zusagen, wie etwa "die Nacht", Sentimental Suicide" oder "After Dark", während ich mit beispielsweise "Du bist so kalt" gar nichts anfangen kann.
Gerade "Sentimental Suicide" würde ich fast uneingeschränkt empfehlen, der Song rockt! "Don´t look back" kann mit einem eingängigen Refrain aufwarten, als Opener für das Album auf jeden Fall gut gewählt. "There´s no time" und "Human Ignorance" sind im Vergleich zu den anderen Stücken des Albums einen guten Zacken härter, was den Songs aber gut zu Gesicht steht. Hier geht´s stellenweise fast in die spätere Sepultura-Ecke, zwar nicht vom Gesang her, aber vom Gitarrensound durchaus.
Die musikalischen Künste sind auf jeden Fall über jeden Zweifel erhaben, die Songs kommen kompositorisch richtig gut strukturiert rüber.
Selbst nach mehrmaligem Durchhören lässt sich noch das eine oder andere Schmankerl ausmachen.
Lediglich die deutschsprachigen Texte sind mir doch stellenweise etwas zu platt, aber daran kann ja noch gefeilt werden und wirklich ärgern muss man sich über "ich bin die Nacht, verweigere dir die Schlacht" ja auch wieder nicht.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Band weiter entwickelt. Fans von Crematory oder Graveworm sollten auf jeden Fall After Dark auf der Rechnung haben!
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