Arise "The Beautiful New World"
8.2.2006
Das dritte Album einer Band entscheidet, ob sie endgültig den Durchbruch schafft oder für immer ein Dasein im Schatten von bekannteren Bands fristen muss. Puah, 2 Euro ins Phrasenschwein. Sollte dies im Fall von Arise aber zutreffen, so stehen die Chancen für sie nicht schlecht. „The Beautiful New World" ist eine Thrash- Granate, die spielend den Spagat zwischen gutem altem Gebolze und technisch versierter Gitarrenarbeit schafft. Dabei wird von Song zu Song ein unterschiedliches Tempo angeschlagen: „How long can you pretend?" oder „Of life and death" erinnern mich irgendwie etwas an Kreator zu „Cause for conflict"- Zeiten, Parallelen lassen sich auch zu In Flames oder anderen skandinavischen Melodic Death Metal Bands ziehen, als diese ein noch etwas härteres Metal-Süppchen gekocht haben. Das Album ist abwechslungsreich, fett produziert, und kann sogar mich als Old-school Fan zum dezenten Fußwippen und Kopfnicken bewegen. Mid-tempo Songs wie „Dreams worthy gods" oder „Misery" verlocken förmlich zum Matten kreisen lassen. Ziemlich geil, das Teil. Zwar nichts wirklich neues, aber dennoch spielen die Schweden frisch von der Leber weg und hauen massenweise Killerriffs raus. Fans von Machine Head, Soilwork & Co., die die Band noch nicht kennen, sollten unbedingt zugreifen.
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