Atakhama "Existence Indifferent"
19.4.2006
Ein absoluter Geheimtipp in Sachen von aggressivem und melodischem Death Metal sind Atakhama aus dem mittelfinnischen Jyväskylä. Ich hatte die Ehre die Jungs vor einiger Zeit in Finnland persönlich kennen zu lernen und nun, nachdem sie ihren Deal unter Dach und Fach haben, schickte mir deren Gitarrero Simo diesen heftigen Silberling, der das Death Metal Spektrum durch seine Vielfältigkeit mehr als abdeckt und mit Sicherheit für Wirbel im Underground sorgen wird.
Schon der Opener „ Regiment Of Inhumanity“ verleiht mir ein Gefühl, das mich an die guten alten Old Mans Child erinnert und mich regelrecht umhaut...
„Lifeless and Blistering“ schlägt in eine ähnlich heftige Kerbe und vor allem Shouter Jimmy Salmi gestaltet seinen Gesang sehr abwechslungsreich und variiert gekonnt zwischen Growls und Screams, das treibende Drumming unterstützt die Gitarren hervorragend und verleiht dem Material von „Existence Indifferent“ so ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Das Tempo des Silberlings ist höllisch und nur hin & wieder besinnen sich Atakhama darauf, einige langsamere Passagen in ihr Songmaterial zu integrieren.
Simo Rahikainen und sein Partner an der 2. Klampfe J-V Hintikka überzeugen durch tightes und harmonisches Zusammenspiel und erzeugen neben den genialen Melodiebögen, die den Songs das gewisse Etwas verleihen, noch mächtig Druck der die Gehörgänge ordentlich freibläst.
So etwas ist nicht unbedingt alltäglich, das eine Band auf ihrem Debut Album derart zu überzeugen weiß, wie Atakhama das eindrucksvoll auf „Existence Indifferent zu tun vermögen. Vor allem „Dead Wounded Imprisoned“ zeigt auf, welches Potenzial in den Jungs aus dem Land der tausend Seen steckt und als weiterer Beweis ihrer musikalischen Fähigkeiten stehen die Aktivitäten einiger Bandmitglieder in anderen finnischen Bands u.a. so namhafter Kapellen wie Swallow the Sun....
Bis zum Ende der CD dominieren weiterhin das ultraschnelle Tempo und die besonders hervorzuhebenden spielerischen Fähigkeiten der beiden Gitarristen das Bild von „ Existence Indifferent“.
Songs wie „Consequence“ oder der Titelsong stehen beispielhaft für eine wirklich beeindruckende, talentierte Band wie es Atakhama nun einmal sind und man darf gespannt sein, was man in Zukunft noch von den Jungs hören wird....
Sehr gutes Debut Album mit Suchtgefahr !!!
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