Metal CD Review

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Axxis "Paradise In Flames"

Axxis - Paradise In Flames - CD-Cover

7.4.2006
Axxis melden sich mit Ihrem 9. Longplayer zurück, auch wenn sie eigentlich gar nicht wirklich weg waren. Ja, Axxis veröffentlichen alle 1-3 Jahre fleißig Ihre Kompositionen.
Wie gewohnt bekommt man auch diesmal wieder eine große Portion Hardrock, allerdings mit einem guten Spritzer Heavy Metal.
Sie eröffnen das Album „Paradise In Flames“ mit dem gleichnamigen Opener. Ein Orchester bestimmt das pompöse Intro, welches eigentlich gar nicht so recht zu diesem Album passt. Egal, ist ja nur der Opener. Los geht`s mit „Dance With The Dead“: ein recht einfach gehaltener straighter Rocker. Sehr gut gefällt mir die Stimme von Sängerin Lakonia, leider teile ich diese Meinung nicht mit Berhard Weiss`s Stimme. „Tales Of Glory Island“ rockt auch flott dahin mit schönen Melodiebögen und angenehm treibend. Wer bei „Take My Hand“ an eine Ballade denkt, wird auf die falsche Fährte gelockt. Sehr viel Keyboard mit treibendem Rock der Rhythmussection, bestehend aus Guido Wehmeyer (g) , Kuno Niemeyer (b) und Andre Hilgers (d), unterlegt. Absolut professionell dargeboten, aber was soll man von so alten Hasen auch erwarten? Alles andere wäre sehr enttäuschend.
„Will God Remember Me“ lässt dann auch leider neben Bernhard`s Stimme wieder die Keyboards deutlich im Vordergrund stehen. Irgendwie kommt mir immer wieder das Gefühl, daß ich das alles schon bei vielen anderen Bands auch ähnlich gehört habe. Nun gut, Axxis wollen natürlich auch die Musik nicht neu erfinden, sondern entwickeln sich permanent weiter. Allerdings würde ich mir wünschen, sie würden ihren Keyboarder Harry Oellers etwas zurücknehmen und vielleicht die Songs auch ein wenig tiefer spielen. „Talisman“ geht den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. „ Don`t Leave Me“ ist dann eine sehr schöne Ballade mit Klavierbegleitung, sehr schönem Gesang von Lakonia und (!!!) Bernhard. Das passt und ist auch direkt erstmal mein Anspieltipp. „Lady Moon“ rockt dann auch etwas behäbiger durch die Gehörgänge. Und wird nicht so extrem von den Keyboards untergebuttert. Langsam gewöhne ich mich auch mehr und mehr an Bernhards Stimme.
„Ice Wind“ bläst recht schnell aus den Speakern. „Stay By Me“ kommt dann wie bester US-Rock der 80iger Jahre daher. „Gods Of Rain“ geht dann mehr in Richtung Bombast Heavy Rock, leider wieder mit hoch eingesungener Stimme von Bernhard und viel Keyboards.
Und auf geht`s zur letzten Runde: „Passion For Rock“ kommt im Chorus mit Chören und netten Mitgröhlcharakter daher. Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch, dass der Fan etwas für`s Geld bekommt. Dies sind in diesem Fall nämlich satte 59:00 Minuten.

Fazit: Kein schlechtes Album, aber auch nichts, was mich umhaut. Fans der Band müssen zuschlagen und werden dann wohl im 7. Himmel sein. Für mich sind die Songs leider nicht herausragend genug außer vielleicht „Don`t leave me“, aber der Song ist eigentlich auch nicht Hard & Heavy sondern „nur eine Ballade“. Nichts desto trotz ist es schön zu sehen, daß es immer noch Bands gibt, die die Fahne dieser Art von Musik hochhalten.

Tracklist

1. Paradise In Flames 01:17
2. Dance With The Dead 04:40
3. Tales Of Glory Island 04:46
4. Take My Hand 05:06
5. Will God Remember 04:46
6. Talisman 04:24
7. Don`t Leave Me 03:33 *****
8. Lady Moon 04:33
9. Ice Wind 04:12
10. Stay By Me 04:01
11. Gods Of Rain 03:40
12. Passion For Rock 04:13

Runningtime: 59:00 min.
Punkte: 6,5/10 Frank / V.U. Label: AFM-Records
Releasedate: out now
Anspieltips:***** CD suchen bei

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