Diablo "Mimic47"
8.2.2006
Am 23.02.06 wird der letzte Tag der alten Zeitrechnung sein. Denn ab dem 24.02.06 wird definitiv nichts mehr so sein, wie es vorher war: Diablo´s neues und insgesamt viertes Album „Mimic47“ wird Euch um den Verstand bringen, so viel ist sicher !!!
Die Finnen sind leider bislang noch nicht großartig bekannt außerhalb ihrer Landesgrenzen. Immerhin belegte die Single „Mimic47“ 3 Wochen lang den 1. Platz der offiziellen Finnischen Single-Charts und war im Anschluß noch ein paar Wochen lang noch in den Top Ten.
Diablo spielen modernen Thrash Metal und wurden beeinflusst durch Größen wie z.B. Slayer, Testament, Death, Coroner ich denke da aber auch noch an Machine Head, Fear Factory oder Meshuggah.
Trotz dieser großen Namen klingen Diablo absolut nicht wie eine einfache Kopie dieser Größen, sondern man merkt ganz deutlich, dass sich die Finnen nur deren Stärken verinnerlicht haben und diese mit ihren eigenen musikalischen Ideen in megageile Mucke umsetzen.
So gibt es auf „Mimic47“ moderne Songs mit massenweise knallharten Riffs, teils clearen und teils aggressiven Gesangslinien und dem virtuosen Gitarrenspiel, welches die Mucke von Diablo absolut aus der Menge herausstechen lässt und die Mucke der Band unverwechselbar macht.
„Mimic47“ kommt mit einer Spielzeit von 47:33 und 12 Songs daher, um Euch hinwegzufegen.
Mit „Shadow World“ haben die Jungs um Rainer Nygard einen würdigen und wuchtigen Opener am Start ... Klasse, wie die Riffs hämmern ...
„Damien“ ist eher im Midtempo gehalten. Im Refrain ertönt ´ne Frauenstimme, was aber durchaus schön klingt. Und im Hintergrund wieder diese großartige Gitarrenlinie, die in einem Solo endet, was Diablo-typisch hammergeil ist.
„Together As Lost“ beginnt auch gleich wieder knüppelhart und mit virtuosen Gitarren. Die Drums knüppeln stellenweise nur so, dass es ´ne wahre Freude ist.
„In Sorrow We Trust“ entpuppt sich als ein Nackenbrecher. Hier singt Rainer in den ruhigen Parts auch mit klarer Stimme und wird dann aber auch agressiver ... muß ja auch sein ... Das geniale Riffing und im speziellen das Gitarrensolo seien auch hier wieder explizit erwähnt !!!
„Mimic47“ ist der Knaller des Albums schlechthin´, kein Wunder, dass sich dieser Song so lang auf Platz 1 in Finnland gehalten hat ... Der Song öffnet mit einem Hammer-Riff und den agrressiven Vocals von Rainer. Speed, geile Melodien ... das kann ich fast nicht beschreiben, unglaublich !!!
„Condition Red“ ist ein echtes Riffmonster, außerdem zieht der Speed bei diesem Song doch ziemlich an und lässt sicherlich keinen ohne mitzubangen dastehen. „...show no mercy ...” , hmm, ob damit unsere Nackenmuskeln gemeint sind ???
„Kalla“ ist ein Instrumental, das fast wie ein kurzes Luftholen wirkt, um dann bei „Blackheart“ wieder durchzustarten. Dieser Song endet mit einem Autounfall, aber hört selbst ...
„Kathryn“ gibt uns auch wieder das volle Brett auf die Lauscherchen.
Bei „Rebellion Of One“ bitte nicht den Fehler machen, die Lautstärke am unmittelbaren Anfang zu sehr hochzudrehen, denn ich sag´s Euch, es wird wehtun !!! Pushender Sound, wieder mal geile Melodien und die Stimme ist der Hammer.
„D.O.A.“ beginnt mit einem Hammer-Gitarreneinsatz. Und bleibt auch im weiteren Verlauf ein weiterer Slammer dieses genialen Albums.
Als Rausschmeißer von „Mimic47“ fungiert als ein Bonustrack auf dem deutschen Album „A View To Kill“, welches ein gelungenes und würdiges Cover abgibt.
Die Produktion hat ganze Arbeit geleistet und daher gibt’s auch nichts für mich zu meckern.
Mein Fazit: Diablo sind DIE große nächste Band aus Finnland !!!
UNBEDINGTER PFLICHTKAUF !!!
weitere CD-Reviews »»
