Metal CD Review

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Enslaved "Ruun"

Enslaved - Ruun - CD-Cover

22.4.2006
Enslaved konnten sich kürzlich den norwegischen Grammy/Alarm Award sichern und präsentieren uns mit „Ruun“ ihr neuestes Machwerk, das am 22.05.06 auf die Masse losgelassen wird.
Laut Bandauskunft soll „Ruun“ eine Art Spiegelbild der letzten 15 Jahre von Enslaved darstellen und gleichzeitig einen für die Zukunft richtungweisenden Weg aufzeigen.
Schon der Opener „Entroper“ zeigt auf welches musikalische Potential in der Band steckt und mit wie viel Liebe zum Detail sie hier zu Werke gehen. Da Enslaved aber ziemlich progressive Songwriter sind, macht sich dieses natürlich auch gleich bemerkbar, denn die Struktur von „ Entroper“ wird durch die progressiven Elemente ziemlich auseinander gerissen und das stößt zumindest mir ziemlich übel auf und Ich kann gleich zu Beginn der Scheibe einen ordentlichen Minuspunkt für Enslaved verbuchen.
In „Entroper“ ist jedenfalls nicht einmal annähernd zu erkennen, dass es sich bei „Ruun“ um ein atmosphärisches, episches und dramatisches Album handeln soll. Also harre Ich einfach mal der weiteren 7 Songs die da auf mich zukommen und das ich mit meiner Kritik arg vorschnell gewesen bin, zeigt mir gleich das nachfolgende „Path To Vanir“ auf, das Enslaved von ihrer gewohnt sicheren, druckvollen und überaus melodischen Seite zeigt – ein Hammersong !!
Vor allem Sänger Grutle Kjellson agiert mit seinem genialen Gesangsstil, der sehr hohen Wiedererkennungswert besitzt und unter dem man Enslaved von 100 anderen Bands locker unterscheiden kann, sehr überzeugend. Das spricht wohl mehr als für sich, würde ich behaupten. Auch das nachfolgende Material „Fusion Of Sense And Earth“ und der Titelsong „Ruun“ kommen sehr druckvoll aus den Boxen gekrochen und prägen sich nach einigen Durchläufen auch sehr schnell ein, vor allem „Ruun“, dessen Chorus unverkennbar und sich in die Gehirnwindungen fräsend, also mit ordentlichem Ohrwurmcharakter daherkommt und somit sehr leicht nachzuvollziehen ist. Zwar ist das nichts zum unter der Dusche trällern, aber obergeil ist es allemal. Bis zum Ende der CD setzt dieser eingeschlagene Weg ( vom 1. Song mal abgesehen..) konsequent fort und Songs wie das mitreißende „ Tides Of Chaos“ oder „Essence“ zeigen auf, das Enslaved mit „Ruun“ deutliche Maßstäbe im Black Metal setzen und mit ihnen weiterhin fest zu rechnen ist.
„Ruun“ findet mit dem majestätischen „ Heir To The Cosmic Seed“ einen würdigen Abschluss und ist jedem wirklich bedenkenlos zu empfehlen.
„Entroper“ werte Ich mal als Ausrutscher, fangt also ab Song 2 an und dann ist ein grandioses Hörerlebnis garantiert, dafür verbürge Ich mich :-).

Ihr wisst nun hoffentlich, was am 22.05.06 zu tun ist:
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Tracklist

1. Entroper
2. Path To Vanir ***
3. Fusion Of Sense And Earth ***
4. RUUN *****
5. Tides Of Chaos *
6. Essence **
7. Api-vat *
8. Heir To The Cosmic Seed ****


Punkte: 9/10 Hanzi/V.U. Anspieltipps: ******
Label: Tabu Records CD suchen bei

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