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Eternal Majesty "Wounds Of Hatred And Slavery"

Eternal Majesty - Wounds Of Hatred And Slavery - CD-Cover

11.10.2006
Obwohl es Eternal Majesty schon seit 1995 gibt, legen uns die Franzosen mit „Wounds of Hatred and Slavery“ (nach mehreren Split CDs und einer MCD) erst ihr zweites komplettes Album vor. Es sollte schon eingangs erwähnt werden, dass hier eine Scheibe am Start ist, die das Genre des Black Metal zwar nicht gerade neu erfindet, aber mit qualitativer Musik allemal um ein weiteres bereichert. Eternal Majesty sind düster und fies, ohne dabei jedoch primitiv oder roh zu klingen. Während sie bitterböse und brutal reinkloppen können, gibt es auch immer mal wieder ruhigere Midtempo Parts, die mit schönen melancholischen Melodien unterlegt sind. Überhaupt besteht die Scheibe insgesamt zum Großteil aus melodischem Midtempo-Black Metal, der dann wieder mit schnellen Passagen wechselt, wodurch sich die Platte insgesamt recht abwechslungsreich gestaltet. Der Sound ist überraschend gut, die Songs mit klaren Strukturen und wiederkehrenden Motiven gelungen arrangiert. Verbunden werden die Stücke mit sphärischen, ruhigen Keyboardarrangements, die ebenfalls noch zusätzliche Abwechslung schaffen und den Speed der Platte etwas runterschrauben. Hier ist ein klares Konzept erkennbar, das der Hörer aufgrund der klaren Struktur auch nicht aus den Augen verliert. Diese konzeptuelle Gliederung wird noch umso deutlicher, da das Intro, mit Track 6 die Mitte des Albums und das Outro zusammen den Albumtitel widerspiegeln. Bei „Hatred“ handelt es sich dabei um einen Break, eine Art Verschnaufpause für den Hörer, denn es besteht ausschließlich aus sehr elektronischen Klängen, die schon beinahe an das Genre des langsamen EBM grenzen. Im Outro ist dann natürlich noch der obligatorische Schrei enthalten, der auf einer wahren Black Metal CD natürlich nicht fehlen darf. Textlich geht es um -was auch sonst- das menschliche Elend, was mit gut beherrschten und schön miteinander harmonierenden Instrumenten melodisch unterlegt wird- hier sind gute Musiker am Werk! Dunkel, eiskalt, melancholisch bis depressiv kann man die Atmosphäre dieses Albums beschreiben. Im Grunde ist an „Wounds Of Hatred And Slavery“ nichts auszusetzten, doch irgendwie fehlt es insgesamt an innovativem, erfrischendem Geist. Zuviel altbekannte Sounds gibt es hier zu hören, die der Szene keinen frischen Wind einhauchen, da sie nichts Neues bieten. Für diejenigen, die sich ganz und gar dem Black Metal verschrieben haben, wird diese Scheibe sicherlich kein Fehlkauf darstellen. Musikfans, die auf neue Entwicklungsanstöße in eine andere, fortschreitende Richtung warten, wird sie allerdings nicht wirklich weiterbringen. Trotz allem ist das Album immer noch eine weitere qualitative Bereicherung des Genres!

Tracklist

1. Wounds (Intro)
2. The Return Of Frozen Wind***
3. Night Evilness****
4. Under Hate Red Star You Born***
5. Don’t Follow Me*
6. Hatred
7. The Last March Of The Crucified****
8. Corrupted Shadow****
9. Through The Mist**
10. Slavery (Outro)
Punkte: 7,5/10 Daniela S./ V.U. Label: Candlelight Records CD suchen bei

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