Eternal Tears Of Sorrow "Before the Bleeding Sun"
12.6.2006
Was soll man sagen, hier haben wir wieder eine finnische Melodic Death Metal Band, wieder eine Band die verspricht besonders zu sein. Und im Falle von Eternal Tears Of Sorrow bewahrheitet sich dies auch !! Soviel schon mal vorab... Seit 1994 gibt es die Truppe, das erste Album konnte man 1997 veröffentlichen. Im Jahre 2000 konnte man mit „Chaotic Beauty“ erstmals Aufsehen erregen, ehe die Band ein Jahr später mit „A Virgin and a Whore“ ein supergeiles Album auf den Markt brachte, doch leider gab es damals Bandinterne Gründe, die ETOS dazu bewegten der Musikszene den Rücken zu kehren. Ganze fünf Jahre später erscheint nun das fünf Album „Before the Bleeding Sun“ und kann als Meilenstein in Sachen melodischer Death Metal angesehen werden. Eternal Tears Of Sorrow machen nämlich hier genau das, was sich die Fans von Children Of Bodom von ihren Schützligen erhoffen: kompromisslosen, melodischen Death Metal mit der nötigen Portion Abwechslung, anstelle von dummem und sinnlosem Gitarrengefrickel setzen die Mannen aus Lappland auf Melodien, mit denen sie ihre Zuhörer garantiert erreichen werden.Schon der Opener „Sweet Lilith of My Dreams“ verbreitet durch die düstere Gitarrenmelodie unterlegt mit Keys eine bedrohliche Stimmung, die dann in mit obengeilen Beats versehen einen Hammersong einleitet und gleich zu Anfang der CD aufzeigt, dass mit ETOS wohl künftig zu rechen sein wird. Abwechslung wird hier riesengroß geschrieben man benutzt zwar nicht unbedingt stilübliche Mittel in den Kompositionen der Songs, aber vielleicht ist es grade das, was den Sound von ETOS so einzigartig macht., Der Song ist ein guter Beginn, und nach mehrmaligem Hören kann sich das Keyboard sogar in meinen Gehörgängen festfressen - absoluter Ohrwurmcharakter ist hier gegeben! Der Beginn des nächstens Tracks “Another Me“ klingt dann doch sehr nach Children Of Bodom in der Melodieführung, nur machen es Eternal Tears Of Sorrow um einiges besser und kreieren hier einen powervollen und genialen Song mit hohem Wiedererkennungswert, anstelle eines überflüssigen Gitarrenmassakers wie wir es ja von C.O.B. nur allzu gut kennen und sammeln so weitere Pluspunkte !! In „Red Dawn Rising“ wissen die Jungs von ETOS erneut zu überraschen. Cleaner Gesang – ich staune! Dies erinnert mich etwas an Communic, und die Passagen mit Strings und Piano sind sehr gut arrangiert, der treibende Rhythmus macht den Track sehr dynamisch und somit zu einem echten Hörerlebnis auf „Before The Bleeding Sun“. Mit „Upon the Moors“ kann man einmal mehr ein durchaus gelungenes Stück zum Besten geben, dass extrem druckvoll und spielerisch sehr sauber dargeboten ist es eines meiner favorisierten Stücke auf diesem Album !! Track 5 haut mich mich dann vollends vom Hocker „Sakura No Rei“, beginnt mit einem String-Intro und baut langsam Druck auf, ehe wirklich schwere Gitarren einsetzen, die den bedrohlichen und genialen Sprechgesang von Altti Veteläinen sehr atmosphärisch unterlegen. Das Tempo bleibt niedrig und wird konstant im Midtempo Bereich gehalten und der Übergang in „Sinister Rain“ verrät mir dann den Sinn von „Sakura No Rei“ das ein Intro zu „Sinister Rain“ darstellt, und eine weitere Abwechslung zum anderen Material der Scheibe untermalt und so den Kontrast der verschieden Strukturen der Songs hier noch einmal verstärkt aufzeigt. Der Schlagzeuger und der Keyboarder machen die Passage nach dem Intro sehr interessant. Dazu gesellen sich den ganzen Song über wunderschöne Chöre und später kommen cleane, female Vocals zum Einsatz. All das bildet einen eher sinnlichen Track bei dem man trotzdem nicht auf Härte verzichtet. „Lost Rune of Thunder“ ist ein sehr eingängiges Stück das aus 3 Riffs besteht und sich so in den Gehörgängen leicht festsetzt, zwar ist hier der technische Anspruch nicht so hoch wie in den übrigen Songs, aber dennoch ist dies ein gut arrangiertes Stück, das vor allem live seinen Ausdruck verstärken dürfte. In „Tar Still Flows“, legen Eternal Tears Of Sorrow noch etwas mit der Geschwindigkeit zu und dies steht der Band ebenfalls sehr gut zu Gesicht und zeigt auf das sich Eternal Tears Of Sorrow nach dem Split 2001 dermaßen verstärkt haben und als kompakte Einheit auftreten, die, wenn sie denn die Chance zum Touren erhalten, die Maniacs mit ihren Spiel begeistern werden. Getreu dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ haben Eternal Tears Of Sorrow nach 5 Jahren Abstinenz aus dem Musikbusiness mit „Before The Bleeding Sun“ ein Album erschaffen, was melodischen Death Metal so wirken lässt, wie es sich die Fans vorstellen und ich freue mich jetzt schon darauf diese geniale Band irgendwann live bewundern zu dürfen. „Angelheart, Ravenheart (Act I: Before the Bleeding Sun)“ bildet den Abschluss eines wahren Hörerlebnisses und beginnt mit einem wahnsinnig schönen Piano-Intro und einem fantastischem, darauf folgendem Melodiebogen. Ein passenderes und würdigeres Stück hätte man als Outro nicht wählen dürfen und nach 43:09 Min. ist man gewillt sich „Before The Bleeding Sun“ noch einmal anzuhören, was ich hiermit tun werde !! Eine der unterbewertesten Bands überhaupt wird nun hoffentlich mit diesem Longplayer den Erfolg einfahren, der ihnen gebührt. Beide Daumen hoch für Eternal Tears Of Sorrow und „Before The Bleeding Sun“ Hammerscheibe !!!
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