Extrema "Set the World on Fire"
31.10.2006
Extrema stammen aus Italien und sind seit 1986 aktiv. Ihr erstes Album kam dann 1993 auf den Markt und nun steht mit „Set the World on fire“ ihre 6. Veröffentlichung in den Startlöchern. Auf diesem Album bieten „Extrema“ eine bunte Mixtur aus Thrash, Metalcore, Punk und Alternative die aber leider nicht über die volle Distanz überzeugen kann. Bei den ersten paar Stücken, vor allem bei „New World Disorder“ können sie noch mit heftigem Thrash Punkte sammeln während sich zum Ende des Albums hin immer mehr groovende Metalcore- und Alternative-Elemente einschmuggeln. Im Info der Plattenfirma werden „Extrema“ mit Metallica und Slayer verglichen. Aber wo deren Einflüsse abgeblieben sind kann ich nicht sagen. Lediglich „Second Coming“ erinnert streckenweise an die Herren Araya und Co. Schon „Nature“ zeigt sich von einer eher melodischen, punkigen Seite. „Restless Soul“ lässt Korn-Einflüsse hören die man auf der gemeinsamen Tour aufgeschnappt haben dürfte.
„Malice and Dynamite“ kann noch einigermaßen überzeugen aber mit „Six, six, six, is like Sex, sex, sex“ fällt die Songqualität auch schon wieder ab viel Groove, dudelnde Riffs und der dämlichste Songtitel der mir je untergekommen ist machen das Lied zum Reinfall. „Stupid white Man“ bietet dank bekannter Korn- und Metalcoreelemente nichts Neues, der nachfolgende Titelsong klingt e bissl nach „Rage against the Machine“ und „Soundgarden“ und mit „Free again“ können die Jungs noch mal überraschen und sich von ihrer gefühlvollen Seite zeigen.
Am überflüssigsten sind dann wohl die abschließenden drei Songs „The will to Love“, „Don’t leave me alone“ und dem Instrumental „Carol“. Zu schlechter Letzt verwursten die alten Hasen noch „Ace of Spades“ von Motörhead, als hätte man nichts Originelleres zum Covern finden können.
Bleibt unterm Strich ein gutes, ein durschnittliches und ein überflüssiges Drittel und ein alles in allem hörbares aber nicht zwingend notwendiges Album. Alle Thrashcore/Metalcore Fans können ja mal reinhören. Erwartet aber nicht zu viel.
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