Fall ov Serafim "Nex Jehovae"
27.5.2006
Fall ov Serafim ist ein neuer, aufstrebender Stern am nordischen Black-Metal-Himmel. Die Band besteht aus den alten Misteltein members, welchen eingefleischten Black Metallern noch ein Begriff sein sollte. Nach unzähligen Besetzungswechseln entschloss man sich, ein neues Baby aus der Taufe zu heben, und ihm einen neuen Namen zu verpassen. Fall ov Serafim erblickte das Dunkel der Black Metal Welt und wartet nun hier mit ihrem Debutalbum auf.
"Nex Jehovae" führt den Stil von Misteltein weiter, jedoch macht man bei Fall ov Serafim Gebrauch vom Keyboard. Gleich bei der ersten Nummer „Towards the Throne of Tragedy“ bemerkt man Einschläge a la Dimmu Borgir und Cradle of Filth. Nachdem ich beide Bands heiss und innig liebe, macht mir der Vergleich recht wenig aus. Die Drums knallen aus den Boxen, die Gitarren werden an ihr Limit gebracht und der Shouter kotzt sich die Seele aus dem Leib.
„Purification“ steht dem Ganzen nichts nach, es geht in der selben Tonart weiter als schon am Anfang. Die Keyboard Elemente werden groß geschrieben und wundervoll in den hammerharten und aggressiven Sound der Nordmänner eingebracht. Mit “A Poisoned Blessing” fährt man ein geiles Stück Musik auf. Symphonischer Black Metal in Reinkultur dröhnt aus den Boxen, die Pommesgabel im Anschlag hat diese Nummer sicher einen wahnsinnigen Live -Effekt. Zwischen den kompromisslosen Passagen, geht man vom Gas immer wieder ein bisschen runter und gestaltet diesen Track wunderbar hymnisch.
Im fünften Track des Longplayers, „The Coming Conflict“, bedient man sich zusätzlichen Growlings, die gekonnt mit den Screamings vermischt werden. Die Gitarren werden gewürgt und tragen Battles mit den brutalen Drums aus. „Carnival of Celestial Rape” trifft genau meinen Nerv. Wiederum spielt man sich mit Keyboards und Backingvocals. Die Skandinavier verstehen ihr Handwerk. Mit „Crowned in Malice” zeigt man nochmals sein Können. Eine weitere Black Metal Hymne, wie man sie auf diesem Silberling des öfteren findet.
Fall ov Serafim haben hier ein düsteres Debutalbum abgeliefert, an dem es an Nichts mangelt. Wunderbar eingespielt und 1A arrangiert wird dieses Album sich in die Gehirnwindungen der Hörer fressen und mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
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