Metal CD Review

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Green Carnation "Acoustic Verses"

Green Carnation - Acoustic Verses - CD-Cover

6.2.2006
Zum 15-jährigen Bandgeburtstag schenken uns die Norweger :Green Carnation das – wie man schon vom CD-Titel unschwer vermuten kann – ein Acoustic-Album, das echt seinesgleichen sucht. :Green Carnation sind ja bekannt für ihren progressiven Rock, der immer auch mal für eine Überraschung gut ist. Und so ist es auch bei den „Acoustic Verses“ nicht anders. Produziert wurden die akustischen Verse von den Bandmitgliedern Kjetil ( Sänger) und Tchort ( Gitarrist) bei ihrem eigenen Label Sublife Productions und wird ab dem 13.01.06 auf dem Markt Maßstäbe setzen. Für das Label haben die „Acoustic Verses“ übrigens auch Debütcharakter.

Bei einer Gesamtspielzeit von 43.32 min. hören wir 7 Songs, wobei 9-29-045 das Herzstück dieses grandiosen Meisterwerkes bildet.

In „Sweet Leaf“ dominiert ein klar definierter Rhythmus, der zwar nicht auf die Kacke haut, aber trotzdem treibend ist, bis es kurz vor Ende wieder ruhiger wird.

„The Burden Is Mine ... Alone” ist so ein Song, bei dem man mitsingen möchte, aber nicht mehr kann, da man ein Taschentuch zu Hilfe ziehen muß. Da erstickt dann auch die Stimme, wenn man “...how can i loose the only thing worth keeping ... „ mitsingen möchte. Also lauscht besser nur der Stimme Kjetil´s, die absolut perfekt zu dem Gesamtsound passt.

„Maybe?“ ist ein weiterer absolut trauriger Song, der im Mittelteil sirenenartige Soundwände wabern lässt, die mich an Gespenster erinnern. Die Melodiebögen sind einfach genial !!!

Bei „Alone“ dominieren die Violinenklänge und treibende Gitarren. Das alles natürlich unter den gegebenen „acoustic“ Rahmenbedingungen.

9 – 29 – 45 ist der Höhepunkt der „Acoustic Verses“ , ist das Meisterstück ja auch ´ne Viertelstunde lang ... unterteilt ist der Song in 3 Parts.

ACHTUNG: legt Euch schon im ersten Teil besser ein ...oder auch zwei Päckchen Taschentücher bereit ... nach ca. 6 min endet der erste Part mit den Worten „ ... all that i wanted was to slip away for a little while cause i felt alone ...“ - jetzt mal Hand auf´s Herz: wer von euch wollte das nicht einmal ? Der zweite Part ist ein – ja, fast sphärisches Instrumental, das zum Hinwegträumen einlädt. Nach 11 min. beginnt dann der dritte – und wie ich finde – auch der am meisten melancholische Part des ganzen Albums. Zu zarten Gitarrenklängen singt Kjetil hier z.B. wieder ganz ruhig und melancholisch „...if i could close my eyes i´m sure i disappear...“.

„Child Play Part III“ ist ein abgrundtief trauriges piano-dominiertes Instrumental.

Acoustic Verses“ ist ein grandioses ruhiges, trauriges Album, wird dabei aber in keinster Weise und zu keiner Zeit kitschig. Dabei regen gerade die traurigen Texte und ruhigen, wunderschöne Melodiebögen mitunter zum Nachdenken an.

Obwohl man :Green Carnation sonst eher für ihren Prog-Rock bekannt saind, ist dies hier eine völlig andere Seite der Norweger: die „Acoustic Verses“ haben mit Metal oder harter Mucke wenig bis nichts zu tun. Das macht aber nix, denn diese Scheibe ist es absolut wert, Beachtung zu bekommen !!! Alle open-minded Fans und solche, die es werden wollen, müssen sich diese Scheibe unbedingt anhören !!! Und gebt der Scheibe einen zweiten oder dritten Durchlauf, falls es nicht schon beim ersten Durchlauf bei Euch funkt ...

Mein Fazit : Unplugged zu spielen ist ja schon schwierig genug – wenn sich das Ergebnis dann aber SO anhört, dann gibt es nur noch eins dazu zu sagen: Note1! Und von mir gibt´s dafür 9,5 Punkte !!! Ein Album, das ans Herz geht. Ich bin froh, dass ich dieses Album kennenlernen durfte.

Tracklist

Sweet Leaf 4.38 **
The Burden Is Mine ... Alone 3.15 *****
Maybe ? 5.02 ****
Alone 3.43 ***
9 –29 –045 (3 Parts) 15.29 ******
My Greater Cause
Homecoming
House Of Cards
Child Play Part III 3.32 ***
High Tide Wave 7.49


Punkte: 9,5/10 Dani / V.U. Label: Sublife Productions
Anspieltipps : ***** CD suchen bei

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