In Flames "Come Clarity"
6.2.2006
In Flames sind auf dem Sprung, vom Underground in höhere Sphären emporzusteigen. Mit „Come Clarity“ gehen sie meiner Meinung nach aber nur einen kleinen Schritt in diese angestrebte Richtung. Meine Erwartungshaltung bezüglich dieses Albums war doch recht hoch. „Come Clarity“ wird diesen Erwartungen aber leider nicht so recht wie ich das erwartet hätte.
Im Bandlager sagt man, dass man mit „Come Clarity“ dem perfekten Album einen weiteren Schritt näher gekommen sei. Nun gut, zum Glück gibt es Meinungsfreiheit...
Zu dem Opener „Take This Life“ wurde auch gleich ein Video eingespielt. Dieser Song ist ja auch einigermaßen catchy.
Die Gesangslinie bei „Leeches“ wechselt von clearen und gegrowlten Parts.
„Reflect The Storm“ ist im Midtempo gehalten, so wie der Gesang hier bei den clearen Parts performt wurde, erinnert es mich irgendwie an HIM´s Ville... sorry...
„Dead End“ beginnt dann auch gleich mal mit einer weiblichen Stimme ... ja,Ihr lest richtig. Schön finde ich hier - wie an vielen anderen Stellen des Albums – nur wieder die Instrumental-Linie.
„Scream“ könnte auch aus der Feder der Bodom-See-Kinder stammen. Stampft gewaltig nach vorne. Ist ganz okay, aber mehr auch nicht.
Den Titelsong „Come Clarityc“ empfinde ich als Unverschämtheit für In Flames -Maßstäbe. Das hier ist für meine Begriffe eine Ballade! Und die Vocals machen hier sogar noch das kaputt, was ich noch als ertragbar empfunden hätte. Auch hier könnte ich mir wieder sehr gut vorstellen, dass HIM´s Ville oder auch Korn´s Jonathan am Micro steht.
Bei „Pacing Death´s Trail“ frage ich mich, ob ich diesen Song als Totalausfall bezeichnen darf ,denn außer dem guten Intro ist da nichts, was mich berührt ...
Ich erspare es mir und Euch, auf die restlichen Songs näher einzugehen.
Die Songs ziehen an einem vorbei und hinterlassen zumindest bei mir absolut keinen bleibenden Eindruck, schade L
An der Arbeit der Gitarren und der Drums und auch seitens der Produktion gibt es keinerlei Minuspunkte zu vergeben. Aber irgendwie hat dieses Album insgesamt gesehen keine Seele, wenn ich´s mal so nennen darf.
Innovativ kann ich „Come Clarity“ leider nun echt nicht nennen, auch wenn mich manche dafür steinigen mögen. Göteborg-Style nun hin oder her, wenn das Material nicht berührt, dann nützt auch die beste Bezeichnung nichts. Meiner Meinung nach ist dieser Release einfach nur Mittelmaß, denn es gibt andere Bands, die zwar nicht einen solch großen Namen haben wie In Flames, dafür aber innovativere Ideen haben und einen vor allen Dingen auch berühren.
Zugreifen können Fans von Children Of Bodom oder auch Korn, die sich nicht an weiblichen Vocalparts bei dieser Art von Mucke stören.
Mein Fazit: Sorry, aber bei mir ist diese Scheibe durchgefallen ...
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