Metal CD Review

V.U.-Site durchsuchen

Ministry "Rio Grande Blood"

Ministry - Rio Grande Blood - CD-Cover

3.4.2006
Al Jourgensen, Ministry – Mastermind, ist nicht gerade bekannt dafür, dass er ein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um politische Statements geht. So auch auf dem neuen Longplayer „Rio Grande Blood“. In erster Linie kriegt der gute George W. ordentlich sein Fett weg, die gesamte U.S. Außenpolitik wird da auch nicht ausgespart. Der erste Song „Rio Grande Blood“ (= Öl) fängt bereits mit einem lustigen „Statement“ von Georgie – Boy an, in dem er freimütig bekennt, „I´m a dangerous, dangerous man,(...) I am a brutal dictator, (...) and I am evil”. Nett zusammengeschnipselt, Herr Jourgensen. Das ganze Album ist sehr schnell, hart und kompromisslos! Geiles Gebolze, Killer – Soli, die 10 Songs fräsen sich geradezu ins Gehirn. Nach „Rio Grande Blood“ und „Senor Peligro“, alles beide Hochgeschwindigkeitsgeschosse, wird bei „Gangreen“ etwas das Tempo gedrosselt. Auf „US – Marine Marschgeschwindigkeit“ nämlich. Full Metal Jacket lässt grüßen. Die Ausbilder – Sprüche werden von einem Sgt. Major rausgeklopft.
„Fear (is Big Business)” thematisiert Panik- und Stimmungsmache durch Politik und Medien, die dann kommerziell ausgeschlachtet wird (buy-a-bunker), wieder unterlegt mit Bush-“Zitaten”, und recht flott.. „LiesLiesLies“ ist wieder eher im groovigen Midtempo – Bereich angesiedelt, wobei gegen Schluß doch noch mal das Pedal ordentlich durchgedrückt wird.
Mit „ The Great Satan“ befindet sich ein Song auf dem Album, der von Jourgensen bereits bei der Grammy – Verleihung vorgestellt hatte und noch einmal remixed wurde. Genauso wie „Palestina“ oder „Ass Clown“, bei welchem Jello Biafra (Ex- Dead Kennedys) zu hören ist, wird auch hier richtig losgeknüppelt. „Yellow Cake“ ist das wohl industrial – lastigste Stück der Scheibe, „Khyber Pass“ soll woll arabisch klingender Gesang sein, der ordentlich durch die Zerre gejagt wurde. Ansonsten gedrosselte Geschwindigkeit, und nichts wirklich besonderes. Sehr bang-unfreundlich im Vergleich zum Rest der Platte und eindeutig zu lang.
Alles in allem ein sehr gutes Album, doch wer Ministry früher schon nicht leiden konnte, dem wird „Rio Grande Blood“ auch nicht gefallen. Wer aber schnellen, Industrial- angehauchten Metal mag, und sich an der allgegenwärtigen politischen Message nicht stört, der wird begeistert sein! Gut produziert, aggressiv, eingängig. Das ist mir doch glatt neun Punkte wert.

Tracklist

1. Rio Grande Blood*****
2. Senor Peligro**
3. Gangreen*****
4. Fear (Is Big Business)***
5. LiesLiesLies***
6. The Great Satan****
7. Yellow Cake***
8. Palestina***
9. Ass Clown**
10. Khyber Pass*

Punkte: 9/10 Ruupü/V.U. Label: 13th Planet / Soulfood Music
Anspieltipps: ****** CD suchen bei

» CD bei Hitflip tauschen » CD bei Hitmeister kaufen


weitere CD-Reviews »»
© Visions Underground Heavy Metal Magazin, webdesign by Grit Laskowski