Metal CD Review

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Mirror of Deception "Shards"

Mirror of Deception - Shards - CD-Cover

4.10.2006
Während sie ihr Debütalbum „Mirrorsoil“ 2001 bei einem englischen Label veröffentlichten, entschieden sich Mirror of Deception 2004 für eine belgische Plattenfirma, die ihr zweites Werk „Foregone“ der breiten Öffentlichkeit zugänglich machte. Nun, im Jahre 2006 angekommen, fiel die Entscheidung für das dritte Werk der deutschen Doom Metaller auf das heimatliche Label Cyclone Empire. Das Quartett aus Schwaben besteht nunmehr seit 16 Jahren und hat sich durchaus etablieren können in der (deutschen) Doom Metal Szene. Gitarrist Jochen Fopp, seines Namens Veranstalter des DOOM SHALL RISE Festivals, gründete Mirror of Deception gemeinsam mit Sänger und Gitarrist Michael "Siffi" Siffermann. Bassist Andreas und Trommler Jochen sind zwar erst seit 2003 dabei, haben sich aber anscheinend perfekt in die Gruppe integriert. „Shards“ beginnt so, wie man sich ein Doom Metal Album der alten Schule vorstellt....dumpf, eingängig und schleppend. Der leisen Stimme Michaels fehlt es meiner Meinung nach an dem gewissen Charme, angenehm anzuhören ist sie jedoch allemal. Die Lieder schleppen sich sumpfig durch die Gehörgänge, soll heißen, eine gewisse Monotonie stellt sich ein. „Swamped“ kommt ein wenig frischer daher, sehr schöne Melodien und etwas abwechslungsreichere Vocals lassen hoffen. Und tatsächlich gefällt mir auch „The Eruption“ besser als der doch etwas schleppende Anfang des Albums. Die etwas schnellere Gangart hätte auch dem ein oder anderen Lied mehr auf der Platte gut getan! Die Lyrics sind zwar durchgehend sehr doom-typisch, allerdings verfallen sie nicht ins lächerliche Klischee, welches gerade in diesem Genre sehr schnell erreicht wird.... „Insomnia“ plätschert dann wieder unspektakulär vor sich hin, was sich durch den Nachfolger „Dead Pledge“ nicht ändert. Bis auf das letzte Lied „Enigma“ sind alle Songs länger als fünf Minuten, und man wird dann doch des Öfteren ein wenig schläfrig, wenn die nicht sehr abwechslungsreichen Melodien und Riffs dunkel aus den Boxen schleichen.
Eigenständig – wie es in der Beschreibung heißt – ja, das mögen die vier Deutschen sein, durchschlagend Neues bringen sie allerdings nicht hervor. Sie weichen weder von ihren vorigen Veröffentlichungen, noch von dem traditionellen Doom Metal erwähnenswert ab. Wer also auf Doom Metal à la Count Raven und Trouble steht, der greife ohne Zweifel zu! Auch eignet sich diese Platte perfekt, um sich an einem diesigen Oktobernachmittag in den düster-schönen Songs zu verlieren.

Tracklist

1. Haunted ***
2. Ghost **
3. Swamped ****
4. The Eruption ****
5. Insomnia **
6. Dead Pledge **
7. The Capital New ***
8. Pyre **
9. Frozen Fortune ***
10. Enigma ***
Punkte: 7/10 Julia K. / V.U. Anspieltipps : *****
Label : Cyclone Empire
(www.cyclone-empire.com)
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