Monster Magnet "Spine of God"
6.3.2006
Im Jahre 1991 begaben sich die Jungs aus New Jersey ins Studio, um den oben genannten Longplayer aufzunehmen. Die ersten Lohrbeeren hierfür ernteten sie allerdings nicht in ihrem Heimatland, sonst in Europa. Die Europäer wussten anscheinend schon damals mehr mit dem psychedelischen Sound der Amis anzufangen, als ihre Landsmänner.
So hat es sich nun, nach mehr als 14 Jahren, zugetragen, dass SPV Records „Spine of God“ mit einem Bonus Track und einem anderen Art-Work versehen hat, und als re-release auf den Markt geworfen hat.
Mit der ersten Scheibe auf dem Silberling geht’s auch gleich zur Sache. „Pill Shovel“ kommt dreckig und rockig daher. Drums blasen einen um die Ohren bevor ein fettes Gitarrenriff einsetzt und schließlich die Stimmt von Mastermind Dave Wyndorf erklingt. Psychedelicher-Drogenrock in Reinkultur, die 70-er Jahre lassen mit ihren verzerrten Gitarrenparts grüßen. Track Zwei ist einer meiner persönlichen all-time-favs von den Magneten. „Medicine“ hat Hüft-shake Charakter pur, rockig und rotzig kommt diese Nummer daher. Rock´n Roll wie man ihn kennt und liebt. „Nod Scene“ ist eine der langsameren Nummern des Albums. Dave´s Stimme wirkt betörend und eingängig, sanfte Gitarren und Bongos unterstreichen den Drogensound dieser Ära. Ebenso verhält sich „Zodiac Lung“. Augen schließen und sich in die unendlichen, farbenfrohen Weiten des geistig-vorgestellten-LSD-Tripps treiben lassen ist hier angesagt. Mit „Spine of God“ hat sich Frontmacker Wyndorf bereits im Jahre 1991 ein Zeichen gesetzt. Die Nummer wird noch heute bei jedem gig zum Besten gebracht, jedoch in einer weit längeren Version als hier auf den Album (8 Minuten). „Sin´s is a good man´s brother”, als hätten wir das schon nicht immer gewusst. Die Monsters rocken sich ihren Arsch ab, fette Gitarrenriffs dominieren den Sound dieses Tracks. Mit der letzten Nummer „Ozium“ reisst man nochmals ruhigere Töne an. Man verfällt dem psychedelischen Rausch und gibt sich dem herrlichen Arrangement von Gitarren hin, welches durch sanfte Vocal-Passagen unterstützt wird. Als Bonus Track kann man sich die Rohfassung des letzten songs zu Gemühte führen. Der songs klingt rauer, jedoch mehr and die 70-er angelehnt und somit kann der Hörer selbst entscheiden, welche Version ihm besser gefällt.
Im Jahre 1991 wurde dieses Album meiner Meinung nach schwer unterschätzt und ihm wurde nicht der Respekt gezollt, den es verdiente. Doch Jahre später sollte sich dies ändern, und heute wird „Spine of God“ definitiv als eines der besten Alben von Monster Magnet angesehen. Kurz gesagt: sehr empfehlenswert!!
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