Nebelhexe "Essensual"
11.9.2006
Tja, was soll ich sagen. Nebelhexe fällt musikalisch nicht gerade in meine Geschmackswelt.
Mit Metal hat die ganze Geschichte hier nämlich so rein gar nichts zu tun.
Aber na gut. Nebelhexe ist ein Projekt der norwegischen Neofolk-Künstlerin Andrea Haugen, die bisher vorrangig mit ihrer Hauptband „Hagalaz Runedance“ in Erscheinung getreten ist.
Auf „Essensual“ bewegt sich Frau Haugen weg vom akustik-lastigen Folk von Hagalaz und bietet dem Hörer Nahezu rein elektronische Klänge. Wer mit Musik von „Mila Mar“ oder „Rya“ was anfangen kann, sollte sich auch Nebelhexe mal vornehmen. Von rhythmischen, treibenden Songs wie „Invisible Entity“ oder „Their dead Poetry“ bis zu atmosphärischem wie „Erzulies Charm“ dürfte für den geneigten Fan solcher Klänge einiges zu finden sein. Ob rein elektronisch, von metallischen Gitarren untermalt bis hin zu orchestral angehauchtem ist alles vertreten. Aber wie gesagt; Metal oder Rock sucht man hier vergebens. Mir persönlich sagt die ehrliche, unbearbeitete Gesangsarbeit der Dame zwar zu, aber ansonsten spricht mich die Platte wenig an. Auch nach mehrmaligem Hören bieten sich kaum Höhepunkte die es herauszuheben gäbe. Das meiste pluckert ohne nennenswerte Momente vorbei. Der recht dünne Sound und der langweilige Songaufbau der Stücke tun ihr übriges. Leuten die ruhige, sphärische, Synthie-Musik mit Anleihen aus Folk und Gothic mögen sei jedoch ein Reinhören angeraten. Für mich ist es aber trotz aller Objektivität leider nicht möglich derartig popiger Kost mehr Punkte zu geben. Null Metal plus uninteressantes Songwriting ergibt unterm Strich 4 gnädige Punkte. Sorry, nö danke.
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