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Neetzach "True Servants Of Satan"

Neetzach - True Servants Of Satan - CD-Cover

30.5.2006
Neetzach wurden ursprünglich 1993 unter dem Namen Sworn gegründet und sind nun nach 10 Jahren Funkstille mit dem ersten Release seit ihrem 1995er Kultdemo „Pinseltronen“ wieder da. Das neue LineUp besteht nun aus Gidim Xul, Dirge Rep (Orcustus, Gorgoroth) und Vrangsinn (Carpathian Forest, Hatepulse). Wie der Name der Platte schon ankündigt handelt es sich hier um True Norwegian Black Metal, der alle Elemente beinhaltet, die ihn angeblich zum Besten in dieser scheiß Welt machen sollen.
Nun denn, dass es sich um truen Black Metal handelt, bestätigt schonmal die eher mäßige Produktion. Der keifig-kotzige Gesang ist ebenfalls schön fies, und bereits im Opener „Reign of Terror“ wird als böses Element, das bei keiner Band fehlen darf, die sich ernsthaft Blackmetal frönt, ein Maschinengewehr eingesetzt, bevor am Ende dann, um es nochmal explizit zu betonen, „True Norwegian Black Metal“ herausgebrüllt wird. Im folgenden Song stechen vor allem die infernalischen Schreie und Geräuschen des Marschierens zu schleppenden Drums am Ende hervor. „Tartaros (Sworn)“ zeichnet sich durch ein besonders monotones Schlagzeug- und einem nicht viel aufregenderen Gitarrenspiel aus, aber immerhin wird der Hörer damit nochmals an den truen Undergorund-Charakter der Band sowie an „Sworn in the name of Satan“ erinnert, begleitet von infernalischer Lache, bevor das Stück gegen Ende etwas an Tempo zulegt und den in schwarze Starre verfallenen Hörer wieder kurzzeitig aufweckt. In „Belial“ klingt das von knüppelnden Drums untermauerte Gitarrenspiel eher amateurhaft, und auch der weitere Verlauf des Albums gestaltet sich von dem Aspekt der musikalischen und komponistischen Fähigkeiten her alles andere als herausragend. Auffallend sind immer wiederkehrende Ruhephasen, die von (teils bösartigem, teils ruhigem, flüsterndem) Sprechgesang charakterisiert werden. Mir vergeht nach der Hälfte die Lust, überhaupt weiter zu hören, da mir die Platte schnell langweilig wird. Das neu aufgenommene Stück „The Demon that opened my grave“ vom ‘95er Demo ist dann wieder etwas besser und ein kleines Highlight in der Monotonie, aber auch die restlichen zwei Stücke schaffen es nicht, mich zu überzeugen.
Die Jungs zeigen zwar unumgänglich, dass sie true sind, allerdings macht das Album eher den Anschein, sich selbst und dieses Truesein zu feiern, anstatt musikalische Fähigkeiten und Leidenschaft für Musik zu demonstrieren. Wie dem auch sei, einem Fan von rohem, infernalischem, einfach truem Underground Black Metal wird die Platte sicherlich gefallen, doch ich vermisse vor allem antreibende Power, energetische Härte und auch mehr Melodie in den Stücken. Aber so ist das eben bei den „True Servants of Satan“.

Tracklist

1. Reign of Terror***
2. The Glorious Days are Over
3. Tartaros (Sworn)
4. Belial
5. The Demon That Opened My Grave**** (re-recording of ’95 demo-track)
6. Quill of Cain
7. True Servants of Satan

Punkte: 5,5/10 Daniela S./V.U. Anspieltipps: *****
Label: Sublime Productions / ANP Twilight Vertrieb CD suchen bei

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