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Neglected Fields "Splenetic"

Neglected Fields - Splenetic - CD-Cover

7.6.2006
Splenetic” beginnt mit einem kurzen Industrial beeinflusstem Intro, das anfangs befürchten lässt, dass es im weiteren Verlauf des Albums derart weitergehen könnte. Doch die Letten von Neglected Fields sind überaus variabel, was das Songwriting betrifft und so finden sich genügend Abwechslung und Kreativität in den Kompositionen auf „Splenetic“ wieder.
Neclected Fields spielen eine Mischung aus Black & Death Metal, die über eine außerordentlich gute Produktion verfügt, man kommt sogar in den Genuss, die Basslines recht genau verfolgen zu können und stellt auch hierbei fest, dass es von technischer Seite ein nahezu perfektes Spiel ist, was den Klängen von Neglected Fields den nötigen Druck verleiht.
Ansonsten sind die zwar gut arrangierten Songstrukturen aber nicht immer so leicht nachzuvollziehen. Neclected Fields ziehen es vor, das ganze doch sehr undurchsichtig zu gestalten. Dies stößt zumindest bei mir nicht auf Anerkennung, auch wenn die spielerische Qualität doch recht hoch ist, so ist es für den Zuhörer schon recht schwierig sich in dem gelegentlichen Durcheinander zurechtzufinden....
„Teufelswerk“ beispielsweise beginnt mit einem ruhigen und gediegenen Anfang um dann ziemlich stark in undurchsichtige Gefilde einzutauchen, wie sie es in „Ov Snake“ doch recht wirr und wild auszudrücken vermögen. Hier werden das schöne Keyboard und die Hammondorgel auf übelste Art & Weise bearbeitet und nur an einigen Stellen des Songs ist es mir möglich, das was Neglected Fields hier fabrizieren, nachzuvollziehen.
Teilweise benutzen die Letten das Spiel der Bass-Gitarre als Bridge zum nächsten Part, was richtig gut ist und schütteln weiterhin wirklich fette Riffs aus dem Ärmel, denen man ihre düstere Herkunft nicht absprechen kann.
Irgendwie erinnern mich diese Jungs an die durchgeknallten Japaner von Sigh, die ich ja kürzlich bewerten durfte.... Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht, denn Neglected Fields legen schon genügend musikalisches Verständnis an den Tag um ihren Kompositionen einen ansprechenden Ausdruck zu verleihen, auch wenn dies nicht immer der Fall ist, so ist jedoch klar erkennbar, dass die Letten ihre Instrumente beherrschen und hier nicht irgendwie unwissend Instrumente malträtiert werden :-)
„The Cosm , The Vacuum, The Wave“ ist sehr geil arrangiert und zeigt die düstere Seite von Neglected Fields auf. Mein persönlicher Favorit auf diesem Album !!
Also, hier können all diejenigen, die neben den üblichen Death und Black Metal Arrangements gerne noch etwas abgefahrenes in den Songs enthalten haben mögen, ohne Bedenken zugreifen.
Nicht unbedingt mein Ding, aber dennoch sehr gut gemacht.Trotz der wirren Strukturen enthält dieses Werk die für ein Death/Black Metal Album nötige Tiefe und Atmosphäre.
7,5 Punkte gehen nach Lettland !!!

Tracklist

1. Intro
2. The Spectator
3. Teufelswerk **
4. Ov Snake *
5. The Cosm, The Vacuum, The Wave ****
6. Splenetic **
7. For Those Beneath Me **
8. Triplicity ***
9. Khert Neter **
Punkte: 7,5/10 Hanzi/V.U. Label: Aghast Recordings / Twilight Vertrieb
Anspieltipps: ***** CD suchen bei

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