One Man Army and the Undead Quartet "21st Century Killing Machine"
6.2.2006
Es ist soweit. „The Crown“ ist tot - es lebe „One Man Army“ ! Johan Lindstrand der ex- Sänger von the Crown meldet sich als “One Man Army“ mit neuer Band „The Undead Quartet“ zurück. War ich anfangs eher skeptisch so musste ich meine Meinung schon sehr schnell revidieren. Johan gibt uns hier eine sehr powervolle Thrash-CD mit Deathmetal typischen Vocals.
Leider muß ich vorab allerdings auch schon mal sagen, daß es einen Punktabzug in meiner Wertung geben wird, da irgendjemand auf die Idee gekommen ist, jeden Song in 10 Songs zu unterteilen, welches gerade im Auto sehr nervt, wenn man mal zum nächsten Song wechseln möchte oder sich den gerade gehörten nochmals zu Gemüte führen will. Welcher Sinn dahinter stecken soll, bleibt mir gänzlich verborgen. Bei J.B.O. würde man es ja vielleicht noch als Scherz auffassen, aber hier???
Die CD fängt erst mal 22 Sekunden sehr leise an, welches aufgrund der langen Dauer dazu ermuntert, die Lautsprecher weit aufzureißen, welches dann aber mit allen zur Verfügung stehenden Dezibel bestraft wird. ;-)
„Killing Machine“ entwickelt sich dann auch schon direkt zu einem stampfenden Headbanger. „Devil On The Red Carpet“ entwickelt sich im Chorus zu einem richtigen Mitgröhlsong. Sehr positiv ist mir hier schon der fantastische Heavy Drumsound von Marek Dobrowolski aufgefallen, der sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. „Public Enemy No 1“ serviert uns ein paar schöne Breaks, die sich wie ein Verschlucken des Autos anfühlen.
Bei „No Apparent Motive“ geht`s dann auch erst mal ein wenig schneller zur Sache, bis das Tempo zwischendurch dann wieder reduziert wird.
„Hell Is For Heroes“ lässt einen extrem schnellen Trasher erwarten, aber weit gefehlt, einen langsamen teilweise für diesen Musikbereich balladesk anmutenden Sound bekommt man hier dargeboten. Das erinnert mich an beste „Meliah Rage“ Tage.
In „When Hatred Comes To Life“ wechslen sich langsame, Midtempo- und relativ schnelle Double Bass Drum Passagen ab. Der Song „So Grim So True So Real“ erinnert mich vom Titel her unweigerlich an „Metallica`s“ „ And Justice For All“. Warum die Band diesen Song als Video ausgekoppelt hat, verstehe ich nicht so richtig, da es ein paar Songs gibt, welche diesen schon sehr hohen Level noch etwas steigern. So zum Beispiel das folgende „Behind The Church“ .
„Branded by the Iron“ gibt dem Volk neues Mitgröhlfutter, ich denke mal, daß sich dieser Song live sehr zum Sangesstreit mit dem Sänger eignen wird. Und immer wieder diese treibenden Grooves . Zum krönenden Abschluß wird’s dann zur Freude der Death Metal Gemeinde mal richtig schnell. „Bulldozer Frenzy“ hämmert dermaßen, daß man sich fragt, ob Ferrari inzwischen Bulldozer herstellt... .
Also wer Bands wie „Hateshpere“ , „Machine Head“ oder auch „Meliah Rage“ (zu besten „Solitary Solitude“ Zeiten) zu seinen Lieblingen zählt, muß hier eigentlich mal reinhören. Als Anspieltips kann man getrost das ganze Album nennen, da es ohne Durchhänger, aber auch ohne absolute Jahrhundertsongs ausgestattet ist. Eigentlich ist dieses Album trotz seiner nicht sehr üppigen Spielzeit von 47:35 Minuten volle 9 Punkte Wert, aber da irgendein Spaßkiller aus 10 Songs 99 gemacht hat gibt es hier nur 8.
Ach ja, eigentlich müsste dem Album ne Bedienungsanleitung beiliegen, falls die nicht der Fall ist, gebe ich sie euch mit:
PLAY IT LOUD MOTHERFUCKER!!!
Denn nur so kann man die brutale Power, die die Band verströmt, wirklich erleben.
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