Metal CD Review

V.U.-Site durchsuchen

Textures "Drawing Circles"

Textures - Drawing Circles - CD-Cover

13.3.2006
„Wir lieben es Musik zu machen, die eure Ohren bluten lässt“, so Jochem Jacobs, seines Zeichens Gitarist der vielversprechenden Band Textures. Die 2001 gegründete Kombo hat sich ganz und gar dem Metalcore verschrieben. Das Debut Album „Polars“ erblickte 2003 das tageslicht und nun liegt die Nachfolgescheibe „Drawing Circles“ bei mir am Tisch. Die Holländer, die beim französischen Label Listenable unter Vertrag sind, fahren hier schwere Geschütze auf. Ein gekonnter Mix aus Growlings mit klaren Vocalpassagen dominiert den Sound des Secherspacks. Die erste Nummer „Drive“ knallt auch schon heftig ein, schwere Gitarrenriffs unterstützt von heavy Hardcore Vocals von Shouter Pieter Verpaalen. Ähnlich geht´s gleich weiter mit „Regenesis“. Die Jungs zeigen, wo der Hammer hängt, und die Nackenmuskeln schmerzen vom Headbangen. Unterbrochen wir der harte Sound von klaren Vocals, und Assoziationen zu Devin Townsend machen sind breit. Mit „Denying Gravity“ zeigen die Jungs aus Holland wiederrum, dass sie ihre Instrumente vollends im Griff haben. Starke Lyrics a la Killswitch Engage, schleppende Riffs und Doublebass-Drums Elemente runden den Track ab. Mit dem vierten Track des Longplayers schmeißt man sanftere Töne an. Schön arrangierte, klare Vocals stehen im Vordergrund, gekonnt werden Keyboard Passagen eingemischt, jedoch dauert die Verschnaufpause grad mal nur knappe zwei Minuten. Denn mit dem nächsten Song raffelt es schon wieder aus den Boxen. Doublebässe werden einem um die Ohren geblasen und Frontman Pieter reizt seine Stimmbänder bis zur Gänze aus. „Upwards“ wird von sanften Gitarrenklängen eingeleitet, Pieter zeigt sich von seiner soften Seite und stimmt leise Töne an. Unterstützt wird die wohl ruhigste Nummer des Albums von Bongos und Keys und zum Schluss hin von wunderbaren Riffs. „Circular“ sowie „Millstone“ dominieren wiederum mit Stärke und Kraft ala Meshugga oder Machine Head. Fette Riffs und Drums, mit eingängigen Synthipassagen. In „Touching the Absolut” erkennt man stellenweise Jazz und Soul Einflüsse, die mit unglaublich harten Vocals und Gitarrenparts vermischt werden. Geradlinig und trotzdem abwechslungsreich kommt der Track daher. Die letzte Nummer des Silberlings, „Surreal State Of Enlightenment” ist ein Instrumentalteil, in dem die Holländer nochmals zeigen, was sie technisch auf dem Kasten haben.
Textures haben dieses Album, sowie auch den Vorgänger, selbst produziert und aufgenommen, und kümmerten sich nebenbei noch um das Artwork der Scheibe. Muss man ihnen wirklich lassen, denn mit „Drawing Circles“ haben sie ein interessantes Werk abgeliefert, dass in keiner Sekunde langweilt.

Tracklist

1. Drive
2. Regenesis
3. Denying Gravity *
4. Illumination *
5. Stream Of Consciousness
6. Upwards *
7. Circular
8. Millstone *
9. Touching The Absolute *
10. Surreal State Of Enlightenment
Punkte: 7/10 Tina/V.U. Label: Listenable
Anspieltipps: ***** CD suchen bei

» CD bei Hitflip tauschen » CD bei Hitmeister kaufen


weitere CD-Reviews »»
© Visions Underground Heavy Metal Magazin, webdesign by Grit Laskowski