The Scourger "Blind Date with Violence"
21.9.2006
Wo fängt die Hölle des Thrash Metal Fans an? In Lordi-/Nightwish-/CoB-Land. Ganz Finnland? Nein! Ein kleiner Kreis junger Nachwuchsbands hört nicht auf, den Trommelfellstreichlern Widerstand zu leisten. Ganz kurz vor dem Aufstieg in die Champion´s League des Thrash stehen die Helsinki-Boys von The Scourger, die auf ihrem ersten Full-Length Output „Blind Date with Violence“ Thrash der absolut feinsten Sorte zelebrieren. Besser geht´s kaum! Kein Widerspruch erlaubt! Selten hat sich ein Album mir bereits nach einem Hördurchgang so im Ohr festgebrannt. Vergleichbar mit: vielleicht At the Gates und stellenweise neuere Kreator. Die Newcomer haben es in Finnland geschafft, mit ihrer vorab erschienenen Single „Maximum Intensity“ sogar Slayer in den Charts zu überholen. Kein Wunder, vergleicht man den aktuellen Output der Veteranen mit dem Material dieses Albums, so muss man trotz der Rückbesinnung auf alte Qualitäten bei den Herren Araya & Co. ganz klar sagen: Tja, die Jungen stehlen euch die Schau. Technisch gut sind viele Bands: Aber um so geballt und auf den Punkt rüberzukommen, braucht es noch mehr. Geiles Riffing, coole Soli, ein aggressives Shouting, präzises Fellvermöbeln mit coolen Tempiwechsel, böse Lyrics, gekonnter Wechsel zwischen melodisch und knüppeln... alles drin!
Zusätzlich zu den regulären 9 Tracks packt die Band noch 7 (!) Bonustracks drauf, 2 Coverversionen („Ghosts of War“ von Slayer sowie „Over the Wall“ von Testament), 2 weitere eigene Songs von „To the Slayground“ und 3 Livetracks vom Auftritt beim diesjährigen Tuska Festival. Qualitativ können sie es mit dem Rest des Materials auch aufnehmen, also kein bullshit!
Meine Lieblingssongs? ALLE! Als Anspieltipp würd ich Maximum Intensity, Hatehead oder Feast of the Carnivore vielleicht hervorheben, aber das ist wie immer subjektiv. Nun zu den Kritikpunkten: Ähm, keine. Trifft meinen Geschmack voll auf den Punkt, obwohl ich manchmal Keyboards zu hören glaube. Wofür kann ich denn dann überhaupt noch Abzug geben? 10 Punkte vergeb ich ungern. Also gut: „Blind Date with Violence“ ist nicht ganz so gut wie „Reign in Blood“.
weitere CD-Reviews »»
