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Torchbearer "Warnaments"

Torchbearer - Warnaments - CD-Cover

12.4.2006
Da tut sich was, im ehrwürdigen Schweden. Torchbearer, mir bis dato gänzlich unbekannt, lassen mit „Warnaments“ ihren neuen Longplayer auf die ausgehungerte Death-Metal-Meute los. Mit mächtigen Geknalle und Gebaltze geht’s auch gleich los. Feinster, melodischer Death-Metal knallt aus den Boxen. Schon bei der ersten Nummer „Dark Clouds Gathering“ gibt Sänger Pär Johansson Vollgas, und stellt seine stimmlichen Qualitäten unter Beweis. Hier wird definitiv geklotzt und nicht gekleckert. Was mir von der ersten Sekunde an auffällt, ist die irre Gitarrenleistung von Christian Älvestam und Patrik Gardberg. Die beiden liefern sich eine Schlacht, die ihresgleichen sucht.
„Last Line of Defense“ gibt klar den Ton an, auf dem die nordischen Mannen reiten. Dumpfe Growls, powergeladene Gitarren und hammerharte Drums fegen mir um die Ohren. „Burial Water, Deepsome Graves“ fällt wohl unter die „Balladenecke“ des Silberlings. Eine wunderbare Nummer, sehr fett, die Nackenmuskeln zucken und man will einfach nur noch die Haare im Takt der Gitarren schütteln. Wie aufmerksame Hörer sicher schon längst bemerkt haben, haben sich die Schweden ein Thema für ihr Album ausgesucht. Man vertonte die Ereignisse des ersten Weltkrieges, beispielsweise die Schlacht von Jutland, sowie das Sinken eines deutschen U-Boots vor der Küste von Großbritannien. Als Intro zu Song Nummer 6 bekommt man Schlachtklänge serviert, die einem den Inhalt des Albums noch näher bringen. Torchbearer schaffen locker den Spagat zwischen Death und Black Metal, Doublebass-Elemente klopfen sich in die Gehirnwindungen und streiten sich dort um den Platz in der ersten Reihe mit den fetten Gitarrenrhythmen. Mit „The Blunted Weapon“ geben die Nordmannen nochmal richtig Gas, und wer jetzt noch nicht weiß, wo der schwedische Hammer hängt, wird eines Besseren belehrt. Der Doublebass wird bekonnt aus den Boxen gejagt, gepaart mit einem flotten Midtempo, bis es wieder richtig zur Sache geht, und sie einem die Keule über den Schädel ziehen.
Das es sich hier nicht um blutige Anfänger handelt, ist nach dem Anhören dieses Brettes sicher jedem klar. Die Herren werkeln nebenher noch für Satariel, Unmoored und Incapacity, und haben Torchbearer nur mal aus einer Laune raus als Side-Project gegründet. Also wenn jedes Side-Prject so aussieht wie dieses hier, dann her damit!
Liebhaber von Death / Black Metal ala Hypocrisy kommen bei diesem Longplayer voll auf ihre Kosten. Beide Daumen hoch und ein herzliches „We want more!!“

Tracklist

1. Dark Clouds Gathering *
2. Last Line Of Defense *
3. Burial Waters, Deepsome Graves *
4. Swift Turns Of War
5. The Stale Drownings *
6. Battlespawn
7. Where Night Is Total
8. Sealer Of Fates
9. The Blunted Weapon *

Punkte: 9/10 Tina/V.U. Label: SPV Records
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