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Vreid "Pitch Black Brigade"

Vreid - Pitch Black Brigade - CD-Cover

11.5.2006
Vreid sind aus der Asche von Windir auferstanden wie der gute alte Phönix. Schon deren Debütalbum „Kraft“ zeigte dann, dass die Jungs Interesse haben an der Rock´N´Roll-Attitüde. Eine solche Symbiose von groovigem, rotzigem Rock und Black-Metal, wie Vreid es hier mit „Pitch Black Brigade“ zelebrieren, ist mir allerdings so noch nicht untergekommen. Dieses Album beinhaltet schönerweise auch 3 Songs in norwegischer Sprache. Daß solche Songs, die in skandinavischer Sprache gehalten sind, einen ganz besonderen Flair versprühen, durfte ich zuletzt ja schon bei Ajattara´s Äpäre erleben. Wen´s interessiert: der Bandname Vreid heißt übersetzt übrigens soviel wie „Zorn“.
Und so werden auf dieser Scheibe alle Register gezogen: von ruhigen, fast episch anmutenden Parts geht´s in groovige Gefilde, rotzige Rockparts geben sich mit Blastparts die Klinke in die Hand und die Melodie ist auch mit an Bord, was für mich ein wichtiges Element ist, denn ohne dies geht´s nicht ... geht schon, aber wie ...
Und so beginnt „Pitch Black Brigade“ mit „Da Draumen Rakna“, was – wie man unschwer erkennen kann – in norwegischer Sprache präsentiert wird. Feines Stückchen für den Anfang ... eine kalte, bedrohliche Grundstimmung wird durch die Gitarren und die Drums erzeugt ... fein, fein ... aber trotzdem weit gefehlt, wer denkt, dass das ganze Album so weitergeht, denn hier hört Ihr Vreid ...
Es folgt das rotzig-rockige „Left To Hate“ , das dem Hörer die sozusagen andere Seite und damit die Variabilität von Vreid zeigt. Ab Minute 2 des Songs gibt es auch ein hübsches Solo, das ich nicht erwartet hätte. Im letzten Teil des Songs dürften Eure Nackenmuskeln ziemlich strapaziert werden ... :-)
Das Quasi-Titelstück „Pitch Black” bricht über Euch herein mit diesen Rock-Gitarren, die aber dann auch wieder in bester Black-Metal-Manier klingen. „The Red Smell“ donnert mit Full-Speed gleich von Beginn an los, um dann beim Einsetzen der Vocal-Parts langsamer zu werden. Diese Abwechslung werdet Ihr dann auch im Verlauf des Songs immer wieder finden. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle wieder das kurze Solo von 4:24 an bis zum Ende.
Es folgt das Paradestück des Albums: das über 9-minütige „Hengebjorki“, das mit einen atmosphärischen Intro beginnt, das die geneigete Seele dazu verführt, etwas zu chillen. Ich sag da nur: Vorsicht, denn ab 2:11 wird die Temposchraube mächtig angezogen und da werden dann wieder die Black-Metal-Qualitäten aus dem Schrank geholt. Wunderbare Melody-Lines ... ich gerate ins Schwärmen ... außerdem ist dies der 2. Song auf dieser Scheibe, der auch wieder in norwegisch gesungen wird ... Im weiteren Verlauf des Songs fühlt man sich an den guten, alten Viking-Metal erinnert ... ein geiles Stück skandinavischer Musik!!!

Our Battle” gibt Euren Nackenmuskeln dann auch gleich von Beginn an voll auf die 12. Extrem grooviges Stück zum bangen, für den Moshpit ... or whatever ...
Auf dem Fuße folgt „Hang ´Em All“, das wieder stark in der Rockecke loslegt.
Last but not least kommt „Eit Kapittel For Seg Sjolv” aus den Boxen. Ein bedrohliches Piano-Intro erzeugt Gänsehaut. Gesangsparts und der Einsatz der Gitarren sind durchweg okay, nur nerven hier diese Synthie-Einlagen, und auch diese Geisterstimmen hätte man besser sein lassen.
Die Produktion der Scheibe ist meines Erachtens leicht punklastig gehalten, was aber sicher so gewollt war. Trifft aber meinen Geschmacksnerv nicht so wirklich.

Mein Fazit: eine interessante Mischung! Gefällt, auch wenn ich nu´ wirklich nicht der Motörhead-Fan bin, aber das hier hat was und ist ineinander stimmig. Für open-mimned Black-Metal-Fans: auf jeden Fall kaufen!!!

Tracklist

1. Da Draumen Rakna 5:16 *****
2. Left To Hate 4:38 ***
3. Pitch Black 4:20
4. The Red Smell 4:42
5. Hengebjorki 9:20 *****
6. Our Battle 3:34 **
7. Hang ´Em All 3:33 *
8. Eit Kapittel For Seg Sjolv 6:54

Runningtime: 42:21

www.vreid.no
Punkte: 7/10 Dani / V.U. Label: Tabu Recordings
Anspieltipps: *****
Releasedate: 28.04.06 CD suchen bei

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