Deathcon "Monotremata"
15.11.2006
1999 gegründet, damals hörte man noch auf den Namen Cult Of Catharsis, hat die Band sich 2003 zu Deathcon umbenannt und veröffentlicht nun mit „Monotremata“ ihr Debüt. Natürlich blieb auch diese Band nicht von Line-up Wechseln verschont und hat zwei Gitarristen verbraucht, bevor sie zu dem wurde, was sie jetzt ist.
Obwohl die Mitglieder auch in diversen anderen Bands wie Aeternus, Helheim und Grimfist spielen, stellen sie klar, dass DEATHCON kein Side-Projekt für sie ist, sondern als eigenständige Band ernst genommen wird.
Live konnte man sie bisher nur in Norwegen bewundern, u.a. auf dem Hole In The Sky Festival 2003.
„Welcome to the worst nightmare of all-reality“ so wird man begrüsst bevor ein markerschütternder Schrei das Inferno einleitet. Und brutal und erbarmungslos geht es weiter- bis zum bitteren Ende.
Passend zur aggressiven Musik reflektieren die Lyrics die persönlichen dunklen Reflexionen und Anti-Christliche Blasphemie der Band. Wer hätte das gedacht?
Auch bei „Waste Of Life“ wird geknüppelt als gibt es kein Morgen.
Man kann sagen, dass Sänger V´gandr Deicides Glen Benton gesanglich ähnelt mit seinen abwechselnd in tiefen und hohen Tonlagen angesiedelten Growls.
Es wird einem keine Verschnaufpause gegönnt- das Album knüppelt von vorne bis hinten und Sänger V’gandr rotzt und kotzt sich ohne Erbarmen durch die Songs. Ziemlich anstrengend zu hören, denn ich brauche bei Platten wie dieser immer mehrere Durchläufe, bis sich die verschiedenen Songs nicht mehr wie ein einziger Einheitsbrei anhören und sich eine gewisse Eigenständigkeit rauskristallisiert.
Lediglich bei „Delusions Of Gradeur“ hat man den Fuss ein wenig vom Gaspedal genommen und geht ein wenig „ruhiger“ zu Werke. Doch dann wird wieder stetig weiter geknüppelt.
Song Nr. 9 ist ein Remix von „Delusions Of Gradeur“, der aber allerdings nur aus Knarzen, ein bisschen Sprechgesang und düsteren Geräuschen besteht und mit den Worten „Fuck you God“ endet. Naja, Image ist nun mal alles und man ist ja schliesslich blasphemisch.
Bleibt eigentlich abschliessend nur noch eins zu sagen: Let the hard punching Death Metal force get you!
weitere CD-Reviews »»
