Debauchery "Back In Blood"
1.3.2007
"More Dead as Death can be!"- so wird einem Debauchery in der Pressemitteilung beschrieben. U-ha ! "Back In Blood", der neuste Streich der Deutschen, ist hierbei übrigens eine Anspielung auf AC/DC´s "Back In Black".
2002 ins Leben gerufen, haut man nun schon die vierte Langrille raus, fleißig, fleißig ! Ausserdem tourte man schon 2005 mit Six Feet Under und 2006 mit Dismember, was sich im Lebenslauf ja auch nicht gerade schlecht macht.
Sehe ich mir nun aber die Titel an, muss ich doch unweigerlich die Stirn runzeln. Da versucht wohl wieder jemand ganz besonders böse daher zu kommen, indem er den Blutgott preisen lässt, die Welt mit Blut taufen will und von Nuttenschlächtern singt. Nunja, wem´s gefällt...
Der erste Song "Lords Of Battle" kommt als ziemlich eingängiger Song daher. Tiefer grunzen als Sänger Thomas kann man wohl kaum. Einzig er selbst kann sich wohl übertreffen, denn in "Praise The Blood God" röhrt Thomas tiefer als tief. Eher ein schleppend-böser Midtempo Song. Die nächsten Songs "Back In Blood" und "Masters Of The Killing Art" sind jetzt nicht sonderlich herausragend. "Butcher Of Bitches" fällt dadurch auf, dass er wieder langsamer ist und zwischendurch erst mit bösem Lachen, zum Ende hin mit eindeutig weiblichem Stöhnen versetzt ist. Passend zum Titel halt. Naja, zumindest für diejenigen Bitches, die es anmacht, abgeschlachtet zu werden. "Death Metal Maniac" erinnert Riff-mässig schon sehr an AC/DC und ist insgesamt wieder eher in der melodiösen Ecke angesiedelt. Bei "Manhunting" geht´s dann wieder brutaler zur Sache und auch "Alcohol Fueld Brutality" lässt Endzeitstimmung aufkommen. "True To The Skull Throne ( And Bound To Kill)" und "Storm Of Iron" plätschern dann wieder eher eintönig daher.
Zu CD I gibt es noch eine Bonus CD mit Coverversionen wie "I can´t dance" von Genesis, aber auch "Weisses Fleisch" von Rammstein und sogar "8 Days A Week" von den Beatles werden verwurstet.
Mein Geschmack ist es jetzt nicht so sehr, da mir zum einen das visuelle, zum anderen das textliche Gepose diverser Bands wie dieser langsam aber sicher auf den Senkel geht. Musikalisch gesehen ist es ganz okay, was nichts daran ändert, dass mir diese Band einfach unsympathisch ist. Aber jedem das Seine.
Wer auf Cannibal Corpse, Benediction oder Hypocrisy steht und wem dämliche Texte nichts ausmachen, sollte auch hier ein Ohr riskieren.
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