Debauchery "Continue to Kill"
1.4.2008
Debauchery-Boss Thomas konnte sie nicht mehr hören. Die ewigen Vergleiche mit Six Feet Under. Was tut man also, nachdem man mit „Back in Blood“ ein hauptsächlich im Midtempo und bei rockigen AC/DC- Anleihen angesiedeltes Album veröffentlicht hat? Ganz klar, man schaltet ein paar Gänge höher und feuert mal eben ein durch und durch brutales, ultraaggressives Geschoss voller Tempo, Thrash-Riffing, rockiger Attitüde und wahnwitzigen Lyrics in die unvorbereitete Meute. Keine Frage, mit diesem Hammer haben sich „Debauchery“ endgültig von allen Unkenrufen und neidischen Lästermäulern befreit.
Zwar hat man auch diesmal nicht ganz die Finger von den bewährten Rock-Riffs gelassen („Hard Rocking“, „King of Killing“) aber mit Schädelspaltern wie „Blood God Rising“ oder „Cuntkiller“ hat man ein für allemal klargemacht wo man steht. „Debauchery“ heutzutage immer noch reines Plagiat vorzuwerfen zeugt entweder von Unwissenheit, Neid oder schlichter dickschädeliger Dummheit. Mit „King of Killing“ hat man all jenen einen Song gewidmet die genau das tun. Und das „Debauchery“ in ihren Songs nicht gerade zimperlich sind dürfte jedem klar werden, der weiß wie ne Kettensäge klingt. Man kann also sagen, hier wird abgerechnet. Mit viel Groove, noch mehr brutalen Riffs und ausschließlich ultratiefen Growls Brettern die Jungs um Frontmann Thomas alles nieder was ihnen auf dem Weg zur Spitze der deutschen Death Metal Szene im selbigen steht. Mit Schmier von Destruction, Tom Naumann (ex- Primal Fear) und einer, nicht ganz originell gewählten aber umso besser ausgeführten, Coverversion von „Angel of Death“ im Gefolge haben die Blutgott-Priester ihr bisher stärkstes Stück Musik abgeliefert. Mit unbändiger Energie, spielerischem Können und der nötigen Portion kranken Humors. In diesem Sinne: All Hail the Blood God!
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