Decayed "Hexagram"
7.12.2007
„Decayed“ aus Portugal, sind echt so was wie „alte Hasen“ im Underground. Seit 17 Jahren werkeln die Mannen nun schon herum und kommen nun mit ihrer siebten Full-length Veröffentlichung um die Ecke. Einordnen fällt einem recht leicht, trotz der ganzen Einflüsse, die „Decayed“ auf „Hexagram“ unter einen Hut zu bringen versuchen. Hauptsächlich spielen sie Black-Metal der alten Schule, vermengt mit Einflüssen aus Death- Doom- Thrash- und Heavy-Metal. Vordergründig viel zu entdecken also auf diesem Silberdreher. Leider ist dem aber nicht ganz so. Entdeckt hat man das Meiste schon nach 3 Liedern. Heavy gibt’s im „Destroyer“ und „Spikes, Leather and Bullets“-Cover. Ansonsten passiert in den Songs zwar hin und wieder einiges, aber schnell hat man sich auch sattgehört an den immer gleichen Versatzstücken.
Nach einem eineinhalbminütigen Intro geht es mit „Moonrise“ noch klassisch schwarzmetallisch zu Werke. Nicht schlecht, aber auch nicht gerade überwältigend.
„Demoniac Gathering“ geht dann schon, weil groovender und gezügelter, eher in Richtung Black’n’Roll. Vom Gesang her fällt mir auch schon gleich mal auf, dass man hier wohl auch weniger auf Abwechslung bedacht ist. Recht monoton, was da geboten wird. Aber schön dreckig klingen die Vocals immerhin. Und so geht es dann auch munter weiter. Immer im Wechsel mit schicken Blastbeats gibt’s mal gedrosselten, mal doomigen („The Invocation“) Metal, der blitzsauber gespielt wird und ansonsten auch herrlich undergroundiges Feeling und einen gewissen Charme versprüht. Nach dem wohl Atmosphäre verbreiten sollenden Zwischenspiel „Burnt Offerings“ gibt es mit „Feast of the Accursed“ noch einen netten Thrasher, zwei Coverversionen zum Schluss, und alles dazwischen kennt man schon. Macht stattliche 13 Songs, und jedem Underground-Metal-Maniac auch ordentlich Spaß. Wer seine Ansprüche höher steckt, sollte lieber erstmal ein vorsichtiges Ohr riskieren. Wie gesagt, gut aber nicht überwältigend.
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