Metal CD Review

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Disbelief "Protected Hell"

Disbelief - Protected Hell - CD-Cover

8.6.2009
Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen: Disbelief. Ein neues Werk, ein neues Glück. 12 Jahre und 7 Alben haben die vier Death Metaller aus Deutschland bereits hinter sich und nun erscheint mit „Protected Hell“ das nächste Werk. Eingeleitet mit einem akustischen Intro, welches nach einzeln angeschlagenen Akkorden zu einer Melodie überläuft, die wiederum nach einiger Zeit von gesprochenen Wörtern begleitet wird, legt das Werk mit „A Place To Hide“ direkt mit einem druckvollen und groovigen Stück los, welches sich meiner Meinung nach sehr gut als Opener eignet.
Track Nr. 3 mit dem Namen „Hate/Aggression Schedule“ wird kurz ruhig angespielt um dann schließlich härter zu werden. Zu Anfang hört man die Worte „Let The Fire Burn“, bis dann die Strophe mit Death Metal artigem Gesang aus den Boxen schallt. Zwischenzeitlich wird eine Akustikgitarre angespielt bis es dann wieder mit groovigen Drums, verzerrten Gitarren und kreischendem Gesang losgeht.
Das vierte Stück „Nemesis Rising“ lässt einige Sekunden auf sich warten und legt dann mit doomigen Gitarren und Schlagzeug los, bei denen der Hörer Kreischgesang geboten bekommt. Schließlich werden die Gitarren grooviger und Cleangesang schließt sich dem Ganzen an. Nicht ganz so cool, meiner Meinung nach.
„The Return Of Sin“ beginnt sehr ruhig und lässt sich schließlich auch mit eingesetzte E-Gitarren nicht aus der Ruhe bringen. Leider hört sich der Gesang von Schreihals Jagger, welcher übrigens auf Graveworms „Diabolical Figures“ den Song „Forlorn Hope“ einsang, durchgehend gleich an und bietet abgesehen von den bisher gehörten Cleanparts und einem kurzen Sprechpart keine Alternativen zum dauerhaften Gekreische.
Das Intro von „Hell Goes On“ hört sich etwa so an, als hätte man es mit einem MP3-Player aufgenommen, da die Gitarren einen ziemlich stark rauschenden Sound haben, allerdings beginnen auch diese nach Einsatz des Gesangs wieder fetter und druckvoller zu klingen. Leider ist Lied Nr. 6 von „Protected Hell“ wie die vorangegangenen Stücke kein Hit und hört sich ebenso monoton an wie seine Vorgänger.
Bei den folgenden sechs Stücken lässt sich leider keine Verbesserung erkennen und eigentlich macht es höchstens nur noch Sinn, das Instrumentalstück „Trauma“ zu erwähnen, da es auf dem ganzen Album am meisten heraus sticht – zu kurz und zu schlecht für eine Band mit der Größe von Disbelief.

Fazit: Disbelief liefern, meiner Meinung nach, mit „Protected Hell“ ein Album ab, welches viel zu eintönig und monoton für eine Band mit einem dementsprechenden Status klingt. Des Weiteren ist die technische Spielweise nicht die beste und die Songs auch nicht unbedingt anspruchsvoll. Schade.

Tracklist

1. Hell (Intro)
2. A Place To Hide
3. Hate/Aggression Schedule
4. Nemesis Rising
5. The Return Of Sin
6. Hell Goes On
7. S.O.S. - Sense Of Sight
8. One Nation‘s Son
9. Trauma (Instrumental)
10. The Dark Soundscapes
11. Room 309 (Kraftprinzip)
12. Demon‘s Entry
Punkte: 5,5/10 Sören/ V.U. Anspieltipps: *****
Label: Massacre Records CD suchen bei

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