Eilera "Fusion"
8.8.2007
Von Eilera höre ich heute zum ersten Mal etwas und ich bin eigentlich sehr angetan, von dem was meine Lauscher hier serviert bekommen. Schon mal ein erster, viel versprechender Eindruck...Eilera ist eine nette und vor allem hübsche junge Dame aus dem schönen französischen Städtchen Montpellier, die ihre jetzige Band unter recht schwierigen Bedingungen zusammenstellte. Zu Beginn des Musikprojektes Eilera war es selbst, die fleißig und voller Tatendrang quasi im Alleingang ihre Songideen umgesetzt hat, und ihre Liebe zu Finnland ermöglichte es ihr sich für die Aufnahmen von „Fusion“ neben dem langjährigen Gitarristen Loic Tezenas einige finnische Musiker in ihr Musikprojekt zu integrieren und sich so einen Namen zu machen. Zu meiner Überraschung existieren bereits 2 Veröffentlichungen der sympathischen jungen und überaus talentierten Sängerin, die ihre Stimme gekonnt einzusetzen weiß und auf ganzer Linie überzeugt !! Da wäre zum einen die EP „Precious Moments“ sowie zum zweiten das sehr beeindruckende Demo- Album „Facettes“ mit denen Eilera bisher auf sich aufmerksam machen konnte. Beide Veröffentlichen stellen laut Aussage der Band eine Einführung auf „Fusion“ dar und sind teils in Finnland, teils in Frankreich aufgenommen worden. Der Sound ist sehr ansprechend, schon hier stellen Eilera eindrucksvoll ihr Können unter Beweis und präsentieren sich sehr spielfreudig & technisch beschlagen.
Schon damals war Loic Tezenas verantwortlich für die im Kontrast zur Stimme betrachtet, eher harten Gitarrenläufe, Antti Lethtinen für die Drums sowie Tomi Saarikivii, der den Tieftöner bediente. Für den neuen Geniestreich „Fusion“ haben sich genau diese Musiker unter erneuter produzententechnischer Mithilfe von Hiili Hiilesmaa in den Finnvox Studios verschanzt um „Fusion“ ins Leben zu rufen und das Ergebnis wochenlanger Arbeit wird die Metalwelt erfreuen, da bin ich mir sicher !! Die Philosophie der französischen Musikerin ist Freiheit & Schönheit durch ihre Musik auszudrücken & zu verkörpern und das gelingt ihr wirklich ausgezeichnet, mein Kompliment !!
Vom bereits angesprochenen Gitarrensound her, klingen Eilera doch recht fett und tendieren eindeutig in die härtere Ecke....wenn da nicht diese wunderbaren Vocals wären, die den Songs ein völlig anderes Erscheinungsbild verleihen: „Non Merci“ eröffnet das Album in ruhiger Manier und Eilera bringt gleich zu Beginn ihre Stimme gekonnt in die Songs mit ein, so dass es dem Songmaterial der Franzosen richtig gut zu Gesicht steht und falls es hier eine Vergleichsmöglichkeit geben sollte, dann würde ich hier The Gathering nennen, die vielleicht etwas härter waren, aber nicht in einem so schönen melodischen Gewand daherkommen.
„In The Present“ beginnt sehr verhalten doch man steigert sich sehr schnell und den Refrain singt Eilera sehr eingängig und bereits nach dem ersten Durchlauf bleibt das Ding im Ohr hängen.
„Healing Process“ besticht im Refrain durch einen sich wiederholenden Chorus und besitzt ebenfalls Ohrwurmpotential, besonders die treibenden Gitarren sind hier neben dem Gesang das prägende Merkmal.
Dann kommt mit dem Titelsong „Fusion“ das Highlight des Albums was das Zusammenspiel der einzelnen Musiker betrifft und Eilera singt die Strophen sowie die übrigen Parts in absoluter Topform und mit äußerst viel Gefühl, macht so „Fusion“ zur Top Nummer, die bis zum Ende unerreicht bleibt !!
Dieser rote Faden musikalischer Schönheit ist auch in den nachfolgenden Songs „Keep Our Heaven“ „Back To The Essentials“ und dem schönen „September“, das „Fusion“ würdig ausklingen lässt, immer nachvollziehbar in den Strukturen enthalten und ich verneige mich vor dieser Leistung von Eilera und ihren Mitstreitern!!
Ab dem 12. September steht „Fusion“ in den CD Regalen und ich wünsche Eilera, das sich dieses Meisterwerk gut verkauft und hoffentlich viele Leute in den Genuss dieser schönen Kompositionen kommen werden !!
Geheimtipp !!
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