Elffor "Son Of The Shades"
1.4.2008
Erstaunlich finde ich, wie die Labels ihre Schützlinge behandeln und sie dabei in eine Genrebezeichnung katapultieren, die in eine vollkommen andere Richtungsweise einschlägt. Warum dies so oft passiert, ist fraglich. Logischerweise wäre es sinnvoll namhafte Bands hierfür unter den Zyklus zu nehmen, so dass erst recht niemand auf falsche Fährte gelockt werden kann. Ein gutes Beispiel hierzu, ist die aus Spanien stammende Band Elffor.
Das aktuelle Material von “Son Of The Shades” hat mit durchwachsenen Tracks, nicht wirklich eine Herausforderung offenbart und sticht kaum von den bisherigen Platten heraus. Das belanglose Songwriting ermöglicht eine hierzu ungestörte Schlafrunde. Auch die Keyboards enthalten wenig Gutes und sind mit heutzutage ausgelutschten Hymnen, sicherlich für manchen sowie auch für mich nicht besonders beeindruckend.
Sie wirken einfach zu unecht und bauen massiv zum Ende hin an Intensität ab. In diesem Bereich muss dringend etwas getan werden, will man nicht nur als durchschnittlich bezeichnet werden. Die Produktion ist gewöhnungsbedürftig und hierfür gibt’s es natürlich einen fetten Punktabzug.
Bekanntlich ist Ambient eine schöne hervorragende Musikrichtung, die aber von den Mannen leider in Grund und Boden vergewaltigt wird. Sie halten den Spannungsbogen zu weit hin und kombinieren den Rest einfach mit künstlichen Klangwelten, dass schlicht und ergreifend zu ideenlos herüber prescht. Auch dem Gesang kann man keine Eigenständigkeit zuweisen und er wird krächzend über sämtliche Songs der Öffentlichkeit belanglos präsentiert.
Durch das positive Erscheinungsbild zu Beginn glaubt man daran, seine Perle im Korn gefunden zu haben. Was demnach leider nicht so ist. Dabei wird man von einer Platte enttäuscht, bei der man anfangs glaubte, sie könne alles umfassen und die gleichnamigen Bands auf der Strecke lassen. Ab in den Ofen!
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