Enemy of the Sun "Shadows"
7.1.2008
Herrgott noch mal! Da verabschiedet sich Herr Sorychta von seiner kompletten Hintermannschaft, einschließlich Dave Lombardo und alle glauben: „Das war’s“.
Falsch gedacht! Der gute Mann schart eine neue Mannschaft um sich, und legt mit seiner neuen Band unter dem Namen „Enemys of the Sun“ ein Album hin, welches ohne Probleme an die Großtat seiner Vorgängerband „Grip.Inc“ namens „Incorporated“ heranreicht.
Nicht nur, dass Waldemar seine typischen Riffs auffährt, und mit Zeman und Jules Näveri zwei überaus talentierte Musiker ins Boot geholt hat, er macht auch nicht den Fehler Vergangenes aufzuwärmen. Dafür sind die Songs zu abwechslungsreich, und Närvi ist ein Fronter, der über ein sehr breites Spektrum an gesanglicher Stimmung verfügt. Abwechslungsreichtum war ja schon bei Grip ein Markenzeichen, aber hier hat sich Waldemar Sorychta schlicht übertroffen. Cleane Vocals, brutale Shouts, die typischen spanischen Gitarren und eben bekanntes, dynamisches Songwriting. Zunächst wird der Hörer mit eingängigen Granaten geködert, und dann wird ihm unterschwellig eine Fülle an verschiedensten Einflüssen untergejubelt, an denen man sich kaum satthören kann. Progressivität und Eingängigkeit aufs vortrefflichste vereint, als wäre es das Normalste der Welt, Musik zu komponieren die fast jeden Geschmack bedient, ohne vor den Kopf zu stoßen oder sich anzubiedern. Groß!
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