Facebreaker "Dead, Rotten And Hungry"
6.2.2008
„Achtung, Klischee!“ müsste eigentlich als Warnhinweis auf dem Cover von „Dead, Rotten And Hungry“ der Schweden von Facebreaker stehen, wobei Artwork, Album- und Songtitel eigentlich auch schon reichen um zu erahnen, was einem da um die Ohren gehauen wird. Elf schwer verdauliche Songs bekommt man in knapp 37 Minuten zu hören.
Seit der Gründung 1999 stand für die Herren fest, dass sie typischen schwedischen Death Metal machen wollten. Ist ihnen soweit auch gelungen. 2004 wurde ihr erstes „richtiges“ Album „Bloodred Hell“ veröffentlicht, um dessen Nachfolger „Dead, Rotten And Hungry“ es hier geht.
Ohne irgendeine Einleitung wird einem Song eins, „Slowly Rotting“, sofort an den Kopf geworfen, wobei dies irgendwie zu erwarten war. Ansonsten habe ich, überspitzt gesagt, ein wenig den Eindruck, dass man im Grunde für die CD einen extrem langen Song genommen hat, ihn mehr oder weniger willkürlich in elf Teile unterteilt und diesen dann schöne klischeehafte Titel verpasst hat. Wären die Zeiten zwischen den Songs nicht verhältnismäßig lang, würde man die Wechsel von Einem zum Nächsten wohl gar nicht richtig bemerken. Man bewegt sich irgendwo im langsamen bis Mid-Tempo Bereich, dazu relativ gut verständliche, Genre-gerechte Growls, prägnante Riffs und das ein oder andere Solo, fertig ist „Dead, Rotten And Hungry“.
Die Band macht klar, dass das im Grunde auch genau das ist, was sie wollen: simplen schwedischen Death Metal. Ziel erreicht, fertig. Kann gefallen, muss aber nicht. In meinen CD-Player wird sich das Album wohl nicht mehr verirren, dafür fehlt mir einfach etwas Abwechslung und, hm... „Raffinesse“. Aber für Fans des Genres, die kein Problem mit schwer verdaulicher Kost haben, dürften Facebreaker sicherlich eine interessante Band und die Anschaffung von „Dead, Rotten And Hungry“ durchaus eine Überlegung wert sein.
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