Fall Of The Leafe "Aerolithe"
17.8.2007
Die sechs Finnen von Fall Of The Leafe wissen, was sie machen, auch, wenn ich mir nicht ganz sicher bin, was ich davon halten soll. Aerolithe, das inzwischen sechste Album der 1996 gegründeten Band, hat mich beim ersten Hören extrem begeistert, beim zweiten Durchgang war die Freude schon getrübt.
Ursprünglich dem Melodic Death Metal Bereich zugewandt fabrizieren die Herren nun netten Gothic Metal mit einer Prise Pop.
Es geht los mit „Opening“, einem gut 2 Minuten langem, schön anzuhörendem, teilweise minimal asiatisch angehauchtem Intro.
Danach folgt mit „All The Good Faith“ der für mich beste Song auf dem Album, der auch nach mehrmaligem Hören noch überzeugen kann. Die Herren Hänninen und Gustafsson an den Gitarren spielen kräftige, eingängige Riffs, das Keyboard von Petri Hannuniemi ist zwar allgegenwärtig, aber nicht zu aufdringlich und die Stimme von Tuomas Tuominen weiß zu überzeugen. Ergänzt wird das ganze von Miska Lehtivuori am Bass und Matias Aaltonen an den Drums.
In Song drei, „Drawing Worry“, wird der Gesang teilweise verzerrt, parallel dazu setzt das Keyboard aus und gut funktionierende Gitarren erzeugen dabei eine ganz eigene, andere Stimmung, die den Song von den anderen hervorhebt.
„Lithe“ gehört leider zu den Songs, die mich beim zweiten Durchgang enttäuscht haben. Nett gemacht, aber nichts Besonderes.
„At A Breath’s Pace“ fällt noch mal positiv auf: der wohl ruhigste Song auf Aerolithe, dabei aber kraftvoll und mit einer gewissen Spannung.
Für die nachfolgenden fünf Songs gilt leider das gleiche wie für „Lithe“: sie sind nicht schlecht, aber heben sich nicht großartig voneinander ab.
Abschließend gibt es noch „Closure“. Richtig, ein Outro. Passend und ein netter Abschluss.
Auch wenn die Songs mich nicht immer überzeugen konnten, konnte es die Band durchaus. Wie Eingangs schon erwähnt, wissen die Herren, was sie machen und können und man merkt, dass sie schon einige CDs aufgenommen haben und über eine gewisse Erfahrung verfügen. Die Band passt toll zusammen und ergänzt sich gut. Tuominens ausdrucksstarke und angenehme Stimme hat es mir besonders angetan, ebenso wie die kräftige und energievolle Arbeit der Sechs-Saiter-Fraktion.
Wer überwiegend ecken- und kantenlosen Gothic Metal mag, sollte über die Anschaffung dieser CD ernsthaft nachdenken.
Und wer mal in Turku ist, kann Fall Of The Leafe auch in ihrem Proberaum besuchen. Wegbeschreibung gibt’s auf der Homepage ;)
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