Flesh "Worship the Soul of Disgust"
1.4.2008
“Flesh”, die Band um ex-Maze of Torment Member Pete Flesh, wurde Ende der Neunziger gegründet und legt nun ihr drittes Album vor. Geboten wird uns Old School Death Metal im Stile von Pestilence, Obituary und ähnlich ausgerichteten Urgesteinen. Für Old School- Jünger also die perfekte Vollbedienung.
Auf den ersten Blick zumindest. Gehen „Flesh“ doch ziemlich authentisch, und facettenreich an die ganze Sache heran. Soundtechnisch ist man in den frühen Neunzigern geblieben, die Riffs sind typisch alte Schule und die kehligen Vocals tun ihr Übriges. Was also die Authentizität angeht mache ich mir bei „Flesh“ wenig Sorgen. Was eigentlich auffällt ist, dass die Ganze Sache trotz der oben genannten Vorteile, inklusive schicker Soli und technischem Können, irgendwie nicht kleben bleibt. Denn den Sound und die Attitüde der damaligen Zeit ins Heute zu schleifen allein reicht leider nicht aus. Was fehlt ist das letzte Quäntchen Spirit, was der ganzen Kiste den nötigen Schliff verpassen würde. Man ist auf der einen Seite darum bemüht die primitiven Riffs von gestern wiederzugeben, auf der anderen Seite aber nicht konsequent genug diese auch in Songs zu verpacken die primitiv und schlicht brutal sind. Was „Flesh“ abgeht ist eben diese Radikalität und songwriterische Finesse, die Alben wie „Consuming Impulse“ oder „Slowly we Rot“ zu Klassikern werden lies.
Nichts desto trotz möchte ich „Flesh“ allen Old Schoolern da draußen empfehlen mal in „Worship the Soul of Disgust“ reinzuhören. Wer auf dererlei Mängel keine Rücksicht nimmt, findet darin vielleicht noch einen würdigen Zugehörigen für die heimische Sammlung.
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