Forest Silence "Philosophy Of Winter"
14.11.2006
Der Winter scheint es den Musikern von Forest Silence angetan zu haben:
Der Keyboarder, namens Winter (!!!), der doch relativ bekannten Band Sear Bliss aus Ungarn formte im Jahr 1997 sein Nebenprojekt Forest Silence wo er dem düsteren, atmosphärischen Black Metal huldigt und frönt. Bis dato kann man auf 3 Veröffentlichungen zurückblicken, die allesamt eng mit dem Winter verbunden sind, als da wären „The Third Winter“ ( 1997 ), Winter Circle“ ( 1999 ) und Eternal Winter ( 2001 ).
Nachdem man kürzlich den Deal mit Candlelight Records an Land ziehen konnte, steht nun bald das erste offizielle full-length Album von Forest Silence in den CD Regalen....
Und wie es kaum anders zu erwarten war, erhält auch hier der Winter den Vorrang vor allem anderen :-) und so wurde das gute Stück mit dem klangvollen Namen „Philosophy Of Winter“ versehen. Ich habe bis heute nichts von diesen den Winter so liebenden Musikern gehört und um ehrlich zu sein, bin ich etwas traurig darüber denn „Philosophy Of Winter“ spricht mich sehr an. Alle Kompositionen sind äußerst atmosphärisch und düster gehalten und bewegen sich über die gesamte Laufzeit des Albums im doomigen bis Midtempo - mäßigen Bereich und da ich es nicht lassen kann, ziehe ich auch hier Vergleiche mit anderen Bands heran: Beim Sound von Forest Silence fällt mir auf Anhieb eine Band ein, die sich ähnlich im doomigen Black Metal Stil bewegte und das waren die göttlichen Thy Serpent aus dem Land der tausend Seen. Sie sind wohl der beste Vergleich, um Leuten die bisher noch nichts von Forest Silence gehört hatten, deren Schaffen etwas näher zu bringen.... Schon der Opener „Bringer Of Storm“ zeigt die abgrundtiefe Melancholie und Atmosphäre auf, die Forest Silence verbreiten. Druckvolle, teils mit double bass unterlegte drums bilden mit den druckvollen, schleppenden Gitarrenwänden und den Black Metal Vocals eine monströse Einheit, die den Zuhörer in die eigene meditative, musikalische Welt von Forest Silence entführen und vor dem Betätigen der Stopp Taste auch dort nicht mehr herauslassen und mit Sicherheit Nachwirkungen hinterlassen. Die nachfolgenden Stücke „Spirits Of The Winds“ und „At The Dawning Of Chaos“ bestechen durch ähnliche Elemente in den Songstrukturen ohne das man sich selbst kopiert. Im Gegenteil – die Kräfte und Emotionen entfalten sich in ihrer ganzen Schönheit und der Titelsong „Philosophy Of Winter“ schließt ein musikalisches Kunstwerk würdevoll ab. Forest Silence kommen absolut ohne technische Raffinessen aus und zeigen hier deutlich auf, das weniger manchmal mehr ist. Mit diesem Album dürfte den Ungarn auch die Tür für live Auftritte in Form einer kleineren Tour mit Sicherheit offen stehen und ich bete schon mal, dass sie es nicht so machen wie Thy Serpent, die trotz genialer Releases niemals live auftraten...
Hoffen wir also das beste und freuen wir uns darauf noch viele dieser winterlichen Darbietungen serviert zu bekommen. Geile Band – geiles Album !!
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