Forever It Shall Be "Reluming The Embers"
12.6.2007
Schweden-Tod aus Deutschland? Im Falle von Forever It Shall Be könnte man das glatt durchgehen lassen...
Die fünf Jungs machen nun schon seit 14 Jahren zusammen Musik, damals allerdings noch unter einem anderen Namen. "Reluming The Embers" ist offiziell das Debüt der Band, auch wenn sie davor unter dem Namen "Don´t" schon eine Platte veröffentlicht hat. Es wurde Ende 2006 im Rape Of Harmonies Studio in Triptis eingespielt und von Ralf Müller und Alexander Dietz ( Heaven Shall Burn) produziert.
Das Intro "Red", welches nur durch ruhiges Klavier und Streicher besticht, geht übergangslos in Song Nr.2, "Can´t Stop The Bleeding", über, der mit einem markerschütternden Schrei eingeleitet wird, welcher einen brutalst aus der träumerischen Atmosphäre reisst. Der Song erinnert mich direkt sehr stark an alte In Flames.
Den Sound kann man allgemein als sehr melodiös beschreiben, dunkle Growls gepaart mit kurzen Sprechgesangspassagen wechseln sich ab mit immer wieder aufheulenden Gitarrenschreien. Unterlegt von treibenden Drums und sehr eingängigen Melodiebögen frisst sich jeder Song direkt in die Gehörgänge.
Song Nr. 4, "We Are At War", wird eingeleitet mit Bushs Rede gegen die Terroristen. "Either you´re with us or you´re with the terrorists" kommt einem aus den Boxen entgegen. Sänger Tobias schneidet Bush dann irgendwann aggressiv mit einem Schrei das letzte Wort ab und gröhlt unverblümt, was er von der ganzen Sache hält: "Justice becomes injustice, arguments lose their power" Hört sich auch nicht gerade nach Bush-Sympathisanten an....
Die einzige Verschnaufpause bekommt man mit Song Nr. 6, "Sirens". Das Interlude ist knapp 50 Sekunden lang und rein instrumental.
Alles in allem aber ein Album voller nackenbrechender Riffs gepaart mit Melodielinien und Mosh-kompatiblen Grooves, die an keiner Stelle den nötigen Druck und die Energie vermissen lassen und es dabei noch schaffen, Atmosphäre zu erzeugen.
Der Pressewisch geht sogar so weit zu sagen, dass Forever It Shall be den Metal des neuen Jahrtausends verkörpern und als eine der hoffnungsvollsten Bands im Bereich des melodischen Metals, die der Kontinent derzeit zu bieten hat, gelten. Nunja, ob das nun etwas überzogen ist oder nicht: überzeugt euch selbst. Ich kann nur sagen, dass alle, die In Flames zu "Whoracle"-Zeiten mochten, auch mit diesem Album gewiss was anfangen können.
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