Hatesphere "Serpent Smile and Killer Eyes"
8.5.2007
Mit ihrem neuen Album gehen “Hatesphere” ihren bisherigen Weg konsequent weiter, und präsentieren einmal mehr modernen Thrash mit Pantera-Groove und können trotzdem noch überraschen.
Regiert im Opener „Lies and Deceit“ noch lupenreiner moderner Thrash der gleich auf die 12 geht, klingen Hatesphere schon im zweiten Song,“The Slain“, deutlich Grooveorientierter und wuchten einen schönen Batzen Metalcore aufs Tapet, in dem Jacob Bredahl fast schon Death Metal mäßig growlt. Festgefahren wird sich in diesem Stil aber nicht. Schon „Damned below Judas“ rast mit schierer Brutalität und wieder deutlichem Death-Einschlag über einen hinweg.
Und danach folgt ein etwas Überraschender Track. „Drinking with the King of the Dead“ ist eine Country-Blues durchwirkte Metalgroove-Ramme die auch auf “Down II” hätte stehen können. Hier präsentiert sich eine stimmige Instrumentierung, die ein schön dreckiges Feeling ausstrahlt, neben Brendahls aggressivem Schreiorgan. Geiles Teil. Das folgende „Forever War“ ist wieder reinrassiger Thrash mit einem melodisch angehauchten Refrain. Erinnert an Genrekollegen wie Legion of the Damned oder Shadows Fall. Schön Heavy, mit perkussivem Drumming rollt „Feeding the Demons“ aus den Boxen. Mit Solopart und anschwellender Aggressivität klingt der song aus. „Floating“ läuft zunächst Gefahr ein weiterer austauschbarer Metalcoresong zu werden, uberrascht aber mit 80er Thrash-Soli und manischem, verzerrten Gesang im Mittelteil. Mit „Let them Hate“ hat man noch eine wuchtige Abrissbirne mit aufs Silbertellerchen gepackt, die mit grollendem Bass beginnt und dann im Refrain eine fast schon epische Melodiösität an den Tag legt. Pendelt zwischen melodischem Metalcore und Hardcore-Mitgrölnummer. Am Ende erteilen uns Hatesphere noch die „Absolution“. Simpel gehaltener Thrasher im bekannten Stil. Außergewöhnlich durch seine düstere Stimmung im Mittelteil und dem behäbigen, mit Orgel und Streichern unterlegten Ende.
„Serpent Smiles and Killer Eyes“ geht ab wie Sau und wird wohl viele Freunde finden. Hatesphere besitzen als eine der wenigen Bands dieses neuen Thrash-Metalcore Mischmaschs ein eigenes Gesicht und machen ihre Sache verdammt gut. Wieviel Langzeitwirkung das Album entfaltet, muss sich aber noch zeigen.
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