Metal CD Review

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Hellish Crossfire "Bloodrust Scythe"

Hellish Crossfire - Bloodrust Scythe - CD-Cover

4.2.2010
Sensenmann, Hölle und Deibel, direkt ins Fressbrett! Jawoll! Das ist Metal.
Endlich wieder ein Full-Length Release von Hellish Crossfire. Hier hält die Musik, was Selbstbild der Band und Albumcover versprechen. "Bloodrust Scythe" bietet hundert Prozent Underground-Kompatibilität, und schafft es trotzdem, sich von Ähnlichen, bekannten deutschen Acts wie Nocturnal, Delirium Tremens oder Old klanglich abzuheben. Vor allem die Stimme von Iron Tyrant, die mich ab und zu an die Schweden von Bewitched und auch ein bisle alte Onslaught oder Possessed erinnert.Old School Old School Old School, und richtig gut. Acht Songs auf der Scheibe, und davon sieben richtig geile. Der Hammer-Opener "Night of the Possessed" macht so abartig gute böse Laune. Langsam dahinwalzend zu Anfang. Und dann werden fiese Riffs rausgeholzt, die dann die kehligen Shouts und Gurgler betonen und so genial in die Strophe einleiten. So macht man gute Thrash Songs. Und das "Solo" gegen Ende ist schnell, kurz, simpel, aber songdienlich.
"Black Injection" ist dann noch mal einen ganzen Zacken härter und schneller als der Opener, haut mich aber auch nicht so ganz um. Trotzdem gut, vor allem die Wechsel gefallen mir. Denn nur Holzen wird schnell langweilig, also mir zumindest. Warum man "...of slaying Grounds" nochmal für das Album umgeschustert und verschlimmbessert hat, will sich mir nicht so ganz erschliessen. Der einzige Schwachpunkt, gemessen an den anderen Songs. "Into the Old and Evil" beginnt eher ruhig, aber fetzt bereits nach wenigen Takten auch schon nach vorne los. Der Refrain hat für mich sowieso das beste Riff. Wieder mal zeigt sich: Wozu sich die Finger brechen, wenn sichs simpel mindestens genau so geil anhört. Bei "Orgasmic Rush" hört man sofort (naja so richtig erst bei 2,25) die Celtic Frost Avantgarde-Klänge heraus. Tja die Herren scheinen auch noch ein zwei Songs der Schweizer zu mögen, die neuer sind als die "Morbid Tales". "Speed Hunter" hält, was der Titel verspricht. Uptempo-Kracher mit abartigem Midtempo-Riff zum kurz Kreiselbangen, damit danach wieder ultra-derb drauf losgemosht werden kann. Ich sehe den Moshpit schon vor meinem inneren Auge. Und diese Aussage lässt sich genauso auf "At the Edge of Total Chaos" übertragen. Nur ist der Song etwa doppelt so lang, hehe. Vielleicht etwas zu lang. Da werd ich in meinem Alter leicht müde! Nachdem brauch ich dann ne Pause zum Bier holen, soviel ist sicher. Also schön auf dem nächsten Gig nach diesem Song ein Schlagzeugsolo einbauen oder so, gell? Der letzte Song, "Too Tough to Die" beginnt fast schon hymnisch und melodisch, zwischendrin wird ab und and die Uffta-Uffta-Keule ausgepackt und macht es dem geneigten Kopfschüttler beim ersten Mal sicher schwer, nicht aus Versehen neben dem Takt zu bangen. Ansonsten auch ein absolutes Schmankerl.
Nix für Birkenstock-Fans oder Warmduscher, sondern für Metaller.
Horns up!

Tracklist

1. Night of the Possessed*****
2. Black Infection*****
3. ...of Slaying Grounds***
4. Into the Old and Evil****
5. Orgasmic Rush*****
6. Speed Hunter*****
7. On the Edge of Total Chaos****
8. Too Tough to Die****
Punkte: 9/10 Ruupü / V.U. Label: Soulfood Distribution CD suchen bei

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