Metal CD Review

V.U.-Site durchsuchen

Impaled "The last Gasp"

Impaled - The last Gasp - CD-Cover

27.12.2007
Über Impaled kann man denken was man will. Mancher wird sie als die einzigen legitimen Nachfolger von Legenden wie Carcass oder Repulsion bezeichnen.
Andere werden sich wohl den Kommentar nicht verkneifen können, ob man wirklich einen Aufguß von Medizin-Splatter-Metal braucht, wenn das Original ohnehin nicht zu übertreffen ist.
Betrachtet man das Album mal ganz losgelöst von dem, was schon mal da gewesen ist und lässt sich einfach nur von der auf „The last Gasp“ zelebrierten Blutorgie mitreissen, dann muss man einfach sagen: Goil!
Mächtiges Riffing, präzise wie ein Skalpell (um mal im Themenbereich zu bleiben), treibendes Schlagzeug, technischer Death, kombiniert mit zündenden Grindparts.
Was da nicht fehlen darf, sind die obligatorisch-kultigen Intros und Outros und sonstigen Einspielungen in den Songs.
Ohne Zweifel eines der besten Alben, dass in diesem Bereich jemals veröffentlicht wurde!
Da wird gegrowlt, geblastet, gegroovt, geröchelt, alles was das Herz begehrt.
Nicht zu unterschätzen für den Gesamteindruck eines Albums ist auch immer das Layout, was in diesem Fall wirklich den Nagel auf (oder in?) den Kopf trifft.
Einfach ein Haufen Eingeweide, ne schlabbrige Frauenleiche mit Darm im Mund, was kann es schöneres geben?
Unterstreicht das ähm, Ambiente.
Bleibt eben nur noch zu sagen, dass man Fans des „guten Geschmacks“ die Scheibe uneingeschränkt empfehlen kann. An mancher Stelle kommt einem sicher das eine oder andere Riff doch verdächtig bekannt vor, aber hey, in dem selbst-gesetzten Rahmen ist es nun mal auch schwierig bis nicht möglich, sich immer wieder was gänzlich neues aus den Rippen zu leiern.
Hörbar sind auf jeden Fall alle Songs, auch wenn meiner Meinung nach ein paar Ausreißer nach oben und unten dabei sind. Am allerbesten gefallen mir der Opener „G.O.R.E.“, “Sickness is Health“ „All Gut, no Glory“ und der Titelsong „The last Gasp“
Während „Masters of Ordure“ außer einem hammergeilen Refrain und einem coolen Solo nichts so wirklich Zündendes vorweisen kann. „Right to die“ kann außer mit einem richtig guten Text zum allgegenwärtigen Thema Sterbehilfe bzw. lebenserhaltende Maßnahmen auch nicht wirklich überzeugen. So kurz vor Schluss scheint der Scheibe also wirklich etwas die Puste auszugehen, man hat das Gefühl, dass hier noch etwas „aufgefüllt“ werden musste, denn „Dawn of the Dread“ haut mich auch nicht wirklich vom Seziertisch. Dafür ist „The Last Gasp“ ein echt würdiger Abschluss der Scheibe, der das Album schön mit etwas Dixie ausklingen lässt. Romantisch wie die Schwarzwaldklinik! Zwei abgesägte Daumen hoch!

Tracklist

1. G.O.R.E.*****
2. Sickness is Health*****
3. The visible Man****
4. You are the Dead****
5. All Gut, no Glory*****
6. Up the Dose****
7. Torture of Duty****
8. Masters of Ordure***
9. Right to die**
10. Dawn of the Dread**
11. The last Gasp*****
Punkte: 9/10 Ruupü/V.U. Label: Cyclone Empire
Anspieltipps: ****** CD suchen bei » CD bei Hitflip tauschen

weitere CD-Reviews »»
© Visions Underground Heavy Metal Magazin, webdesign by Grit Laskowski