Kerbenok "Der Erde entwachsen"
2.4.2008
Kerbenok aus Deutschland mögen Ihren Pagan-Black Metal schmerzhaft und saftig. Schnell noch eine Prise Salz, viel Kräutergewürze und fertig ist das Schlachtfest. Damit haben die Mannen mit Ihrem dritten Silberling „Der Erde entwachsen“ wieder einmal bewiesen, dass sie das Zeug dazu haben, sich in die nächste Liga zu befördern. Zumal das neue Werk erst jetzt richtig in Fahrt kommt und somit Aufmerksamkeit entstehen lässt.
Eine instrumental rasende Achterbahnfahrt, die mit akustischen Passagen und Black-Metal-artigen Anleihen, eine jede Bereicherung solcher Genre-Art ist. Bevor man mit dem Stück „Der Fall“ an „Nebelhorn“ erinnert wird. Auch werden diverse Briketts mit an Tisch gelegt, so dass man einfach nicht anders kann als völlig schreiend durch das Wohnzimmer zu rennen. Das abwechslungsreiche Songwriting lässt sich hierbei ganz von alleine einstellen. Die Vocals verleihen den Textzeilen viel Melodie und Charme. Dennoch ist in dieser Sicht eine Steigerung notwendig, da dem Hörer stellenweise den Hörspaß reduziert wird. Die Gitarrenwände brechen dagegen wie eine unterkühlte, vor allem spürbare Walze ein und verlieren keineswegs an Dynamik. So preschen Sie tempomäßig nach vorne und werden von einem basslastigen Groove unterstützt und so aus dem Vordergrund maßgeblich herausstechen.
Die Produktion knallt brachial los und lässt auf jeden Fall keine Wünsche offen, somit kommt das extreme Aggressionspotential der Truppe exzellent zum Vorschein und bringt es außerdem direkt auf den Punkt.
Fazit: Wenn die Band so stark weitermacht, dann steht den Mannen eine rosige Zukunft bevor. Anchecken!
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