Metal CD Review

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KYPCK "Cherno"

KYPCK - Cherno - CD-Cover

19.3.2008
Die Erschütterung war groß, als Sentenced sich 2005 auflösten und viele Metaller glaubten nie wieder etwas von den Musikern zu hören...
Neben Ville Laihiala, der ja mit Poisonblack aktiv ist, wurde nun auch Sami Lopakka erneut vom Musiker – Virus befallen und kehrt mit seiner neuen Band KYPCK ( Kursk ) ins Musikbusiness zurück. Und das sehr eindrucksvoll... !! KYPCK spielen Doom Metal der Extraklasse und die Songs haben neben den ultratief gestimmten Gitarren ( die Stimmung ist B, in manchen Songs sogar A !! ) ein entscheidendes, prägendes Merkmal: Getreu dem Namen der Band, der dem vor einigen Jahren havarierten russischen U- Boot Kursk zuteil wird, haben sich die Mannen aus Oulu dazu entschieden, ebenfalls die Texte zu „Cherno“ in Russisch zu verfassen. Wie schon bei Sentenced zeigt sich Sami Lopakka auch hier verantwortlich für den Großteil der Lyrics und Sänger E. Seppänen, der einige Jahre in Moskau verbrachte und die russische Sprache besser beherrscht als manche Einheimische, zeichnet Verantwortung für die Übersetzungen und hat selbst auch einige Texte zu dem grandiosen Output beigesteuert. Alle Texte sind zweisprachig in russisch/englisch abgedruckt und erleichtern so dem Zuhörer das Verständnis für das Dargebotene Die Gitarren klingen allein schon wegen der tiefen Stimmung derb ohne Ende und die fetten Riffs aus der Feder von Mastermind Sami Lopakka sorgen für den nötigen Druck und würde es hier keinen clearen Gesang geben, dann könnte man alleine schon aufgrund der Gitarren „Cherno“ dem Death Metal zuordnen. In diese Schublade gehört dieses gute Stück Musik aber auf keinen Fall.....man kann es eigentlich auch nach mehrmaligem Anhören der Scheibe keiner Stilrichtung zuordnen, was für die Qualität der Musik spricht, denn sie ist zugegebenermaßen vielfältig und auch nach mehrmaligem Anhören entdeckt der Zuhörer neue Strukturen innerhalb der facettenreichen Songs.
Der Gesang ist das Highlight von „Cherno“, klingt er doch sehr mystisch, bedrohlich und überträgt die düstere Stimmung des Songmaterials auf den Zuhörer. Vocalist E. Seppänen weiß die russischen Vocals sehr bedrohlich einzusetzen und beherrscht sein Handwerk tadellos.
Schon gleich der erste Song „Christmas In Murmansk“ bleibt in den Ohren hängen und es folgen mit „Traitor“ und dem genialen „Stalingrad“ Stücke, die zeigen, dass hier 4 trinkfeste Finnen mit viel Liebe zum Detail Musik machen und es verstehen das dazugehörige Gefühl zu 100% zu transportieren und zu vermitteln. „Do Not Forgive“ vermittelt dieses Gefühl in besonderer Art & Weise und im allgemeinen bleibt festzustellen, dass „Cherno“ eine nur schwer verdauliche Kost darstellt, die man nur unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen auf sich einwirken lassen sollte.....
Als Abschluss dieses genialen Albums kommt mit „Demon“ ein Song aus den Boxen gekrochen, der das Gesamtbild der CD abrundet indem er alle Gefühlswelten beschreibt und erklingen lässt, wie man sie vorher in der Gesamtspielzeit von 54:22 Min. tiefgründig erleben durfte !! Von „1917“ gibt’s ein Video, welches man auf der HP: www.kypck-doom.com der Band betrachten kann.
Sehr gutes Album mit Suchtgefahr !! Kaufen !!!

Tracklist

1. Depth Finder ( Intro )
2. Christmas In Murmansk ***
3. Traitor ****
4. 1917 ***
5. The Black Hole ****
6. Stalingrad **
7. Do Not Forgive ***
8. The Usual **
9. One Day In The Life Of Yegor Kuznetsov **
10. Demon *****
Punkte: 9,5/10 Hanzi/V.U. Label: UHO Records Finland
Anspieltipps: ****** CD suchen bei

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