Lapko "Scandal"
13.12.2006
Gegründet im Jahre 1996 besteht dieses finnische Trio aus Sänger Malja, Bassist Nordberg und Drummer Heikkonen, die sich allesamt bereits seit frühster Kindheit kennen.
Ihr Debüt hat Lapko nach der Veröffentlichung einiger EPs im November 2004 raus gebracht und liefert nun mit "Scandal" den Nachfolger dazu.
"Scandal" will als Konzeptalbum gesehen werden. Es dreht sich alles um die Basis und das Grundlegende an sich und die Gefühle sich in dieser Welt verloren und konfus zu fühlen stehen im Vordergrund des lyrischen Konzepts.
Dementsprechend wird der Sound ihrer Musik in der Pressemitteilung als melancholisch beschrieben, was ich persönlich nicht wirklich genauso sehe, da es doch weitaus melancholischeren Sound gibt, gerade aus Finnland.
In ihrem Heimatland jedenfalls scheinen die Jungs mehr als gut anzukommen, da "Scandal" dort nicht nur auf Platz 2 der offiziellen Charts schoss, sondern auch alle Shows der drei ausverkauft waren. Der große Durchbruch steht laut Pressemitteilung kurz bevor. Das bleibt wohl abzuwarten...
Ich persönlich kann der Musik auch mit viel gutem Willen nichts abgewinnen und es klingt für mich einfach nur nach Placebo für Arme. Doch wohingegen Molkos Stimme große Eigenständigkeit besitzt, ist Maljas Stimme einfach nur nervig. Weinerlich und möchtegern-rockig geht sie mir schon nach den ersten paar Minuten auf den Senkel und ich frage mich, wie ich das das ganze Album hindurch aushalten soll ohne wahnsinnig zu werden. Die Songs selber eiern auch mehr oder weniger gleich monoton aus den Boxen, keinen davon würde ich als sonderlich herausragend bezeichnen, da sich doch einer wie der nächste anhört. Insgesamt ein durchschnittliches Rockalbum mit sehr gewöhnungsbedürftiger Stimme. Meiner Meinung nach hat Finnland schon bessere Exporte nach Deutschland gebracht als diese Band.
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