Machinae Supremacy "Redeemer"
15.11.2006
Diese Band aus Schweden ist eine sogenannte „Computerspiel-Metal-Band“. Sie hat ihre Musik als Soundtrack zu diversen Videospielen beigesteuert und fabriziert, so kann man sagen, einen Mix aus Metal, Soundtrack und Video Game Musik, was sich ziemlich einzigartig anhört.
Zudem hat sie einen grossen Bekanntheitsgrad durch Internetpräsenz und Filesharing erreicht bevor auch nur ein Plattenvertrag in Aussicht war. Sehr clever!
Als die ersten Töne von „Elite“ erklingen, kommt mir das Ganze im aller ersten Moment vor, als würde Anders Friden singen. Allerdings meine ich in diesem Fall „singen“. Denn die Vocals sind cleane, ein bisschen weinerlich anmutende. Doch schon nach kurzer Zeit revidiere ich meine Meinung, erinnert mich Sänger Robert doch viel eher an eine Mischung aus Entwines Mika und My Chemical Romance Sänger Gerard, da ihm im Vergleich zu Anders doch irgendwie die Kraft in der Stimme fehlt und sie sich zerbrechlicher und knatschiger anhört.
Die Musik selbst ist catchy und sehr melodiös. Ich würde sogar so weit gehen, sie eher als Rock als als Metal zu bezeichnen, denn dazu ist sie einfach viel zu eingängig und soft, zudem im Midtempo angesiedelt.
Die Computer-Musik Elemente kommen immer wieder als Keyboardtupfen vor, die hier und da eingestreut werden, besonders bei „Rise“ und „Oki Kumas Adventure“ scheint die Nintendo Verwandtschaft sehr durch.
“Ghost(Beneath The Surface)”oder „Ronin“ sind im Vergleich zu den anderen Songs ruhiger und langsamer, sehr balladesk.
Ich muss sagen, dass mich die Vocals nach einiger Zeit etwas annerven, da sie doch eine Spur zu weinerlich rüber kommen und jegliche Härte vermissen lassen. Ein bisschen rotziger hier und da hätte bestimmt ganz gut getan. Die Riffs kommen auch sehr poppig rüber und bekommen, besonders durch das Keyboard manchmal einen heftigen 80’s Einschlag. Die gelegentlichen Gitarrensoli erinnern dann aber doch daran, dass es sich hier um Metal handelt. Man kann die Band eigentlich schon in Richtung Emo-Ecke drängen, passen auch die Lyrics eins A in dieses Genre.
Nun ja, mein Fall ist das hier zwar nicht so ganz, trotzdem keine schlechte Scheibe für die, die es mögen.
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