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Manes "How The World Came To An End"

Manes - How The World Came To An End - CD-Cover

12.6.2007
Was kommt dabei raus, wenn man Progressive Metal, Rock, Trip-Hop und Electronica mischt? Eine ziemlich ungewöhnliche Stilmischung auf jeden Fall. Manes haben sich diesem seltenen Stilmix verschrieben und praktizieren diesen durchaus erfolgreich, waren sie doch schon auf Festivals wie dem Inferno und Hole In The Sky vertreten. 16 Leute sind im Endeffekt auf der CD zu hören, und auch wenn die Live-Band „nur“ aus sieben Leuten besteht, sind an dem Projekt doch insgesamt eine wahnsinnige Anzahl von Leuten beteiligt. Bekannterweise heißt es ja nun „Viele Köche verderben den Brei“, doch hier ist es weniger die Beteiligtenanzahl als vielmehr das ganze Experiment, welches mir Schwierigkeiten bereitet.
Kreativität und Innovation sind den Beteiligten von Manes nicht abzusprechen, doch manche Zusammenstellungen sollten einfach nicht sein. Dieser Mix aus elektronischer Musik und Trip-Hop Elementen (auf „Come to Pass“ wird auf Französisch gerappt...) mit rockigen Einlagen und teilweise, wenn auch selten, sogar Metal-Einschüben hört sich so befremdlich an, dass sich meine Ohren damit partout nicht anfreunden wollen. Die Vocals erinnern teilweise stark an Björk, ein anderes Extrem, was gemocht werden muss und nicht jedermanns Geschmack entspricht. Auch der kurze Operngesangs-Einwurf auf „My Journal of the Plague Years“ ist nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Basser Torstein sagt über den Entstehungsprozess des Albums, dass dieser ziemlich ziellos und „weird“ war, was sich in dem Ergebnis durchaus widerspiegelt.
Trotz der wirren und komischen Konstellation (oder gerade deshalb?!) wird das Album bald uninteressant und wirkt streckenweise langweilig. Wenn man, wie ich, der französischen Sprache nicht allzu viel abgewinnen kann, könnte man mit der Scheibe ein Problem haben, ist die dominierende Sprache, neben Englisch, doch eben Französisch.
Nichtsdestotrotz werkeln hier durchaus talentierte und ambitionierte Musiker, und experimentierfreudige Freunde Frankreichs bzw. dessen Sprache dürften Gefallen an Manes‘ neuester Kreation finden. Von mir gibt es an dieser Stelle aber nur 4 Punkte, da ich mit diesem Stilmix leider gar nichts anfangen kann.

Tracklist

1. Deeprooted **
2. Come to Pass
3. I Watch you Fall
4. A Cancer in our Midst (Plague One)
5. Last Lights **
6. Nobody wants the truth
7. My Journal of the Plague Years (Fuckmensch Warmensch)
8. The Cure-all
9. Transmigrant *
10. Son of night, brother of sleep *

V.Ö.: 25.05.07
Punkte: 4/10 Julia K. / V.U. Anspieltipps: *****
Label: Candlelight Records CD suchen bei » CD bei Hitflip tauschen

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