Morkriket "Hellwards"
24.7.2007
Trotz des norwegischen Bandnamens handelt es sich bei dieser Truppe um ein deutsches Duo, welches jedoch keine Zweifel daran lässt, welcher Art des Black Metal sie sich verschrieben haben.
Auf „Hellwards“, dem bereits dritten Album der Schwarzheimer, geht die Marschrichtung eindeutig in das Norwegen der Jahre `92/`93, und man orientiert sich offensichtlich an Szenegrößen wie Gorgoroth oder gar den mächtigen Darkthrone ! Morkriket schaffen es allerdings, nicht wie so viele tausend andere Bands als bloße Kopie zu fungieren, sondern fügt der Musik durch viele melodische Passagen eine ganz eigene Note bei. Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier mit hasserfülltem und durch die Bank recht simpel gehaltenem Black Metal der alten Schule zu tun haben.
Besonders angetan hat es mir zum Beispiel „Purification“, der durch seine geniale Rhythmik zu überzeugen weiß und einfach nur vernichtet ! Doch auch das restliche Material dieser Scheibe weist keinerlei Schwachpunkte auf, so dass das Album wirklich wie aus einem Guss klingt. Die Jungs wissen eindeutig was sie tun und wo sie hin wollen, Aufmachung der CD, Songmaterial und „Image“ wirken schlicht und einfach homogen!
Ganz ohne Kritik geht es aber natürlich auch nicht: Der Kreisch-/Krächzgesang von Gitarrist und Schreihals Lykaon könnte für meinen Geschmack noch deutlich rauer und weniger gegurgelt klingen, aber das ist reine Geschmackssache und tut der Musik überhaupt keinen Abbruch.
Die Produktion ist sehr natürlich gehalten, was vor allem beim Schlagzeug mehr als angenehm ist, da hier auf nervige und möchtegern-moderne Trigger und ähnlichen Schnick-Schnack verzichtet wurde. Lediglich die Gitarren könnten meiner Meinung nach noch eine Ecke rotziger und dreckiger klingen, aber sei`s drum.....
Ein durchweg gelungenes Album und ein gefundenes Fressen für alle Old School Black Metal Fans und Ewiggestrigen zum „romantischen“ Schwelgen in Erinnerungen an die guten alten Zeiten.
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